Infrastruktur

Geldsegen für Dorfprojekte

Der asphaltierte Dorfplatz in Blintrop ist nicht sehr ansehnlich und kann nun - auch mit Landesmitteln - verschönert werden.
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Der asphaltierte Dorfplatz in Blintrop ist nicht sehr ansehnlich und kann nun - auch mit Landesmitteln - verschönert werden.

Neuenrade – Da freuen sich die beiden Ortsvorsteher Ludger Stracke und Jochen Sasse. Es gibt reichlich Geld aus Düsseldorf für Küntrop und Blintrop, sodass die Projekte, in die schon viele Ideen von Bürgern und reichlich Planungsarbeit geflossen sind, auch zügig umgesetzt werden können.

Und gerade das freut auch Bürgermeister Antonius Wiesemann: „Wunderbar, dass es so ist.“ Wiesemann kann sich doppelt freuen. Denn auch 330 000 Euro für die Neugestaltung des Bürgermeister Schmerbeck-Platzes sind unterwegs. Das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat das Dorferneuerungsprogramm 2021 veröffentlich. Ministerin Scharrenbach gibt damit insgesamt 28,5 Millionen Euro für 344 Projekte in 145 Gemeinden bis 10 000 Einwohner aus.

Geld sprudelt aus der Landeskasse

In Küntrop wird das Geld aus dem Dorferneuerungsprogramm im Rahmen von Ikek (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) für die Sanierung und Neugestaltung des Versammlungsraumes und des Küchentrakts der Schützenhalle ausgegeben. Ortsvorsteher Ludger Stracke kommentiert die gute Nachricht kurz und schmerzlos: „Super.“ Gleichzeitig ist er erstaunt, dass plötzlich all das viele Geld plötzlich nur so sprudele. Er habe noch ganz andere Zeiten erlebt und kann sich gut an die Sparappelle in den Jahren zuvor erinnern. Corona und die derzeit günstigen Zinsen spielten seiner Meinung nach hier eine Rolle. „Der Staat kann nun schön Schulden machen.“

Versammlungstrakt wird optimiert und Saniert

Die Küntroper hätten einen neutralen und größeren Versammlungsraum nötig. Nach Angaben von Ludger Stracke wird unter anderem das Raum- und Küchenensemble so gestaltet, dass die Logistik verbessert und mehr Platz vorhanden sein wird. Zudem wird es eine behindertengerechte Toilette geben. Auch Motte-Besucher profitieren. Eine Außentoilette soll dafür hergerichtet werden. Vom Land fließen 138 000 Euro nach Küntrop, der städtische Eigenanteil liegt bei rund 74 000 Euro.

Asphaltierter Dorfplatz soll zum Schmuckstück werden

Auch Blintrop wird von Ikek profitieren. Für die Erneuerung des Dorfplatzes vis á vis der Kirche, welcher asphaltiert ist und als Parkplatz dient, sponsert das Land 155 000 Euro. Hier soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Insgesamt schlagen die Kosten für die Erneuerung des Dorfplatzes mit 237 000 Euro zu Buche. Der Eigenanteil der Stadt würde damit 82 000 Euro betragen. Auch Ortsvorsteher Jochen Sasse freut sich natürlich über den Geldsegen aus dem Heimatministerium: „Endlich passiert mal etwas auf den Dörfern.“ Und auch in Blintrop wurde schon trotz Corona viel Vorarbeit geleistet. Sasse berichtet von Videokonferenzen, Onlinepräsentationen, einer vor-Ort-Veranstaltung. Bürger äußerten Ideen und Vorstellungen.

E-Ladestation und Hotspot?

Demnach zeichnet sich ein ansprechender Platz ab, der die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert. Die Glascontainer sollen weg, die Borke soll mit in das Platzkonzept einbezogen werden (ein Wasserspielelement), ein Pavillon für Fahrradfahrer und Wanderer ist denkbar, eine Einfassung durch eine Naturhecke ist möglich. Ein Internet-Hotspot und eventuell eine Ladestation für E-Bikes kommt auch in Frage.

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