Jetzt kein Geld für Bahnhofstraße

Symbolbild: Baustellensperrung

Neuenrade - Das war es zunächst einmal: Der Antrag der FWG, den Gehweg Bahnhofstraße genauso wie die Erste Straße aufzuhübschen, um hier am Ball zu bleiben, scheiterte bei der jüngsten Bauausschusssitzung an den Stimmen von CDU und SPD. Tenor der Gegenstimmen: Das könne man sich angesichts der Haushaltssituation nicht erlauben.

Von Peter von der Beck

Nachdem FWG-Vertreter Detlef Stägert noch mal den Antrag erläutert hatte, ließ man seitens der CDU zunächst durchblicken, dass man einem modifizierten Antrag gewogen sein könnte, schließlich habe man diese naheliegende Idee, so Ludger Stracke, auch schon intern diskutiert. Auch vermisse man einen Deckungsvorschlag der FWG. Daher werde man „den Antrag zunächst ablehnen, so wie er geschrieben ist“. Zuvor hatte Marcus Henninger, Bauamtsleiter, noch eine grobe Kostenschätzung über 600.000 Euro zum Ausbau Bürgersteig Bahnhofstraße mitgeteilt. Sozusagen eine Diskussionsgrundlage.

Auch seitens der SPD gab es grundsätzlich Zustimmung zu dem Ansinnen. Vieles wäre wünschenswert, auch eine Verbesserung in Richtung Werdohler Straße, aber die Haushaltssicherung habe für die SPD Priorität.

Seitens der FWG gab man nicht so schnell auf, bezweifelte die Schätzung. Heinz Friedriszik sagte: „Den Antrag komplett abzulehnen, wäre ein falsches Signal an die dort ansässigen Unternehmer/Einzelhändler“. Den Antrag könne man doch modifizieren. Vielleicht nur einen Seite des Gehwegs erneuern und auf mehrere Jahre verteilen. Stägert betonte nochmal, dass man gerne bereit sei, den Antrag so zu ändern, dass alle unterschreiben könnten. Sogar das Thema Kredit kam auf, zunächst Geld für die Planung aufnehmen, dann weitersehen.

Letztlich ließen sich weder CDU noch SPD darauf ein. Seitens der CDU sah man nicht die Möglichkeit, den FWG-Antrag in der Kürze so schnell umzufrisieren.

Bürgermeister Antonius Wiesemann sagte zudem, dass er andere Prioritäten jetzt setzen würde. Und er wies darauf hin, dass man ja ein wenig - im Bereich der neuen Kita - schon investieren werde. Am Ende kam der Antrag wie präsentiert zur Abstimmung und wurde von SPD und CDU abgelehnt.

Bei der anschließenden Abstimmung zu den Positionen des Haushaltsplanes, stimmt die FWG als einzige Fraktion wieder dagegen.

Bleibt der Hinweis, dass die Sache mit der Bahnhofstraße noch nicht gänzlich vom Tisch ist. Bauamtsleiter Marcus Henninger will ein Angebot über die Höhe der Planungskosten für die „Aufhübschung“ der Bahnhofstraße einholen.

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