Leader-Förderprogramm: Fließen 3 Millionen Euro?

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Die Region Neuenrade, Balve, Sundern und Arnsberg bewerben sich als Verbund um die EU-Fördermittel.

Neuenrade - Ende Mai, Anfang Juni fällt die Entscheidung über die Vergabe der "Leader-Millionen". Hier geht es um rund drei Millionen Euro für Neuenrade, Balve, Sundern und Arnsberg, die aus dem Subventionstopf der Europäischen Union fließen würden, wenn die Region den Zuschlag erhält.

Von Peter von der Beck

Dieses Geld böte neue Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen für diese Region mit ihren 125.000 Menschen. Die Mittel der EU gibt es dann für Anschubfinanzierungen, die beteiligten Kommunen müssen Eigenanteile aufbringen.

Gut zu wissen

Hier gibt es Informationen rund um das Leader-Förderprogramm des Landes NRW.

Die Kosten für die Organisation werden zu einer Hälfte durch vier geteilt, zur anderen Hälfte nach der Einwohnerzahl.

Die Eigenanteile bei den Projektfinanzierungen soll durch öffentliche Mittel, Spenden oder im Rahmen von Selbsthilfe aufgebracht werden.

Die Vier-Städte-Region mit der Sorpetalsperre im Zentrum wirft bei der Bewerbung ihre Stärken in die Waagschale, will mit den mittelständischen Weltmarktführern punkten und dem sozialen Engagement vieler Unternehmer.

Hinzu kommen starke Dorfgemeinschaften, Vielfältige Freizeitmöglichkeiten und die Nähe zum Ballungsgebieten. In diesem Zusammenhang wird auch von den Schwächen der Region gesprochen, die es dabei zu fördern gelte: Das reicht vom mangelhaftem Personennahverkehr bis hin zu Demographieproblemen.

Auch die Chancen werden dargestellt: Sorpesee als Mitte und Bezugspunkt; neue Technologien bei Bedarfssteuerung im Nahverkehr, Holz als Rohstoff.

Auch die Risiken der Region werden benannt: Das reicht von drohender Abwanderung junger Leute über Fachkräftemangel bis hin zu der konfliktträchtigen Kombination Tourismus, Naturschutz und Energieproduktion.

Die Strategie der vier Städte, um all diese Themen zu bewältigen liegt darin, „von einander zu lernen und Gutes noch besser zu machen“. Handlungsfelder von Daseinsvorsorge, über Willkommenskultur, Mobilität bis hin zu Vernetzung wurden konzipiert.

 Es gibt dabei auch Projekte mit denen bestimmte Bevölkerungsgruppen der Region mit eingebunden werden sollen. LEADER-online, um Jugendliche anzusprechen wird hier genannt.

Wie dem auch sei: Ob Neuenrade, Sundern und Co zur Leader-Region gehören werden, entscheidet die Jury. 43 Städteverbunde bewerben sich, 24 Regionen werden von Experten aus Wirtschaft Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden ausgewählt.

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