Gebührenbefreiung für Schützenvereine? SPD allein auf weiter Flur

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Die Schützen feiern, die Feuerwehr wacht. Diese Gebühren reicht die Stadt an den Schützenverein weiter.

Neuenrade - Die SPD-Fraktion im Neuenrader Stadtrat hat einen Antrag gestellt, die Schützen von städtischen Gebühren zu befreien. Das ist das Ergebnis.

Mit der Mehrheit von CDU, FWG und FDP wurde der Antrag der SPD abgelehnt.

Zuvor hatte SPD-Mitfraktionschef Thomas Wette am Mittwoch im Rat noch einmal erklärt, dass es vordringlich um die Feuerwehrgebühren gehe. Und er verwies noch einmal darauf, dass das Schützenwesen ja doch von der Unesco zum Weltkulturerbe gezählt werde. 

Erläuterungen gab es dazu von Bürgermeister Antonius Wiesemann. Der verwies darauf, dass ja gerade die Gebühren der Feuerwehr von der Stadt berechnet, aber nur kurz in der Stadtkasse verbleiben würden, um dann eben eins zu eins an die Feuerwehrleute weitergereicht zu werden. Die leisteten ja beim Schützenfest ehrenamtlich ihren Dienst. Das sei eine kleine Entschädigung.

Weitere Gebühren an die Schützenvereine bewegen sich offensichtlich im unteren dreistelligen Bereich. Und mit den Gebühren für Gesundheitssicherheitsdienst durch das Deutsche Rote Kreuz oder ähnliche Institutionen habe die Stadt nichts zu tun. 

CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann sagte, dass die Schützenvereine gebührenmäßig niedrig belastet würden. Zudem gebe es noch viele andere Vereine, die dann sicher auch Forderungen stellen würden, ließ Hantelmann durchblicken. 

Der Bürgermeister verwies in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die anderen Vereine. Auch Claudia Kaluza, FDP, war gegen das Ansinnen der SPD-Fraktion: „Es ist nicht okay, wenn wir eine Gruppierung raussuchen.“ 

Der Antrag der SPD ging baden: Nur die SPD selbst stimmte dafür. Bei der FWG gab es eine Enthaltung zu dem Thema.

Von Peter von der Beck

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