Kunst-Projekt

Gassenwächter nehmen Gestalt an

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Neuenrade - Mit dem Gassenwächter-Projekt möchte Irmhild Hartstein junge Menschen in Neuenrade für ihre Umgebung sensibilisieren. Langsam nimmt die Idee Gestalt an.

Konzentriert arbeiten die vier jungen Mädchen in der Kunstwerkstatt und bemalen frei nach Hundertwasser die Holz-Stelen. Sie amüsieren sich dabei, scherzen untereinander. Sophia, Chiara, Bente und Jade beteiligen sich an dem Gassenwächter-Projekt, das Irmhild Hartstein initiiert hat.

Die Leiterin der Kiku erhofft sich mit diesem Projekt, dass die Menschen für ihre Umgebung sensibilisiert werden, auf saubere Gassen achten und die Arbeit der Jugendlichen wertschätzen.

Auch die Jugendlichen sowie Freunde und Bekannte werden sicher auf die Gassenwächter achten. Weitere Mitstreiter werden noch gesucht, die Gassenwächter gestalten möchten. Der Zeitaufwand bei der Teilnahme ist überschaubar.

Weitere Jugendliche sollen begeistert werden

Interesse wird dabei aus dem Umfeld des Jugendzentrums signalisiert, möglicherweise sollen weitere Jugendliche für das Projekt begeistert werden, lässt Irmhild Hartstein durchblicken.

Das Konzept stammt von Hartstein und die Mädchen setzen das Ganze nun gestalterisch um. Nicht allein Künstlerin Hartstein und die Jugendlichen sind involviert: Finanziert wurde das Projekt von Bernd Buntenbach, der anlässlich seines runden Geburtstages seine Gäste gebeten hatte, an die Kiku zu spenden, statt ihm etwas zu schenken.

Mitarbeiter des Baubetriebshofes werden für eine stabile Befestigung an den späteren Standorten sorgen. Und die Standorte sollen nun die Neuenrader und Neuenraderinnen bestimmen. Die fertigen Stelen – neun sind zunächst geplant – werden zunächst im Schaufenster der Alten Apotheke an der Ersten Straße gezeigt.

Die Bürger sollen über die Orte entscheiden

Dann sollen eben die Bürger entscheiden, wo und an welcher Gasse der Altstadt die Objekte aufgestellt werden sollen. Unter dem Strich sind jede Menge Menschen involviert, die Interesse an einer Wertschätzung ihrer Umgebung haben und so eine Vermüllung der Altstadt etwas entgegensetzen.

Symbol dafür sind die Gassenwächter. Ab und zu sollen die Jugendlichen dann ihre Gassenwächter begutachten, schauen, ob noch alles in Ordnung ist und ob sie auch gewirkt haben.

Für Irmhild Hartstein scheint klar, dass jeder einzelne Teilnehmer damit ein gewisses Verantwortungsbewusstsein übertragen bekommt. So würden die Jugendlichen ihre eigenen oder eben andere Kunstwerke im öffentlichen Raum oder auch andere mit Mühe schön gestaltete Anlagen zu schätzen wissen – Wertschätzung entstehe.

Die Jugendlichen können einen Nachweis bekommen

Und, falls das Projekt erfolgreich verlaufe, könnten die Jugendlichen, wenn sie denn möchten, auch den KNK, den Kompetenznachweis Kultur erhalten.

Das ist ein von der Bundesvereinigung Kultureller Kinder- und Jugendbildung entwickelter, individueller Bildungspass, der im Rahmen von Angeboten der kulturellen Jugendbildung sowie in künstlerischen Projekten bundesweit vergeben wird.

Er sensibilisiere Jugendliche für ihre Kompetenzen, bestärke sie darin, diese selbstbewusst einzusetzen und dokumentiere das noch in einem Portfolio. So unterstütze der Kompetenznachweis Jugendliche bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ihrem Einstieg ins Berufsleben. Informationen gibt es bei Irmhild Hartstein, Tel. 0151/11242734.

Von Peter von der Beck

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