Einkaufen kurz vor Weihnachten

Ganz entspannt: Heiligabend auf dem Wochenmarkt

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Baris Yildiz (links) und seine Familie kommen seit zwölf Jahren zum Neuenrader Wochenmarkt und stellen fest, dass die Kunden immer weniger werden.

Neuenrade - Nein, es kämen nicht weniger Kunden. Diese kauften auch nicht weniger ein. „Es ist, wie an jedem anderen Dienstag auch – ein ganz normaler Markttag“, sagt Baris Yildiz. Der Lüdenscheider bietet mit seiner Familie seit rund zwölf Jahren Gemüse auf dem Neuenrader Markt an. Auch am Heiligen Abend.

Der Andrang sei aber längst nicht mehr so groß, wie vor zehn oder mehr Jahren. „Die Supermärkte graben uns die Kunden ab. Ein Markt ist keine Besonderheit mehr. Service und Qualität zählen längst nicht mehr.“

Sicher, es gebe Stammkunden. Die kämen auch weiterhin. „Die anderen kaufen bei mir höchstens noch einen Kopf Salat“, sagt Yildiz.

Anders sieht es bei Hans-Joachim Redix aus Holzwickede aus. Eier, Kartoffeln und Honig hat er im Angebot. Und er stellt fest, dass zu ihm an Heiligabend nur die ganz treuen Stammkunden kommen, „wenn sie nicht im Urlaub sind“, schränkt er gleich wieder ein. Dann fügt er aber sogleich hinzu: „Dafür habe ich aber vor einer Woche signifikant mehr Kunden gehabt.“

Hans-Joachim Redix bietet seinen Stammkunden auch an Heiligabend noch frische Kartoffeln an.

Auch am 24. Dezember in Neuenrade seine Waren anzubieten, sei für ihn normal. „Ich habe ja eine Verantwortung und Verpflichtung meinen Kunden gegenüber.“ Und diese seien ihm sehr wohl dankbar für diesen Einsatz. „Sie sind heute großzügiger beim Trinkgeld“, hat er beobachtet.

„Außerdem sind sie viel entspannter als sonst. Hier herrscht kein Krieg, so wie in den Supermärkten vor den Feiertagen“, freut sich Redix.

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