Sanierung der Galvanik Kerkenberg: Grundwasser kontaminiert?

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Die frühere Galvanik Kerkenberg steht leer.

Neuenrade – Es wird noch dauern mit der Sanierung der Galvanik Kerkenberg. Das hat einen Grund.

 Möglicherweise ist das Grundwasser kontaminiert. Sanierung der ehemaligen Galvanik Kerkenberg zieht sich hin. Geplant ist, Gebäude und Grundstück so zu sanieren, dass beides wieder genutzt werden kann. Doch erst kürzlich hat der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) mit dem Märkischen Kreis und der Stadt Neuenrade einen Vertrag geschlossen, damit die Sanierung offiziell überhaupt in Angriff genommen werden kann. 

Man sei in diesen Tage damit befasst, ein Ingenieurbüro zu finden, sagt Dr. Uwe Hoffmann vom AAV. Das geschehe – angesichts des finanziellen Rahmens für die Sanierung – europaweit. Wird ein Ingenieurbüro gefunden, was angesichts der guten Auslastung nicht so einfach scheint, kümmert dieses sich dann um die Planung und Vorabuntersuchungen für die Sanierung. 

Bei den Untersuchungen „geht es darum, die horizontale und vertikale Schadstoffverteilung zu ermitteln“, erläutert Hoffmann. „Unter anderem wird gemessen, ob das Grundwasser betroffen ist“. Es gilt zu prüfen, ob Rohre und Kanalsysteme kaputt sind. Insbesondere sei für den weiteren Kostenverlauf entscheidend, ob Chrom 6 vorhanden sei. Dieser Chromvariante sei „mobil“ und könne das Grundwasser kontaminiert haben – was die Aufbereitung des Geländes und des Grundwassers erheblich verteuern könne, ließ der Fachmann durchblicken. 

Gottlob sei dort kein Wasserschutzgebiet, betont er. Lässt sich kein Chrom 6 nachweisen, könnte die Sanierung schneller vorangehen. Abriss und Bodensanierung könnte in der Regel in einem Rutsch erfolgen. Hoffmann sagte, dass erste Ergebnisse wohl im Herbst feststehen. Im nächsten Jahr soll das Projekt fortgeführt werden. 

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