FWG: CDU produziere "mittlerweile auch schon alternative Fakten"

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Die FWG-Spitze: Bernhard Peters und Detlef Stägert

NEUENRADE - Elf Interessierte kamen zur Mitgliederversammlung der FWG am Montagabend im Hotel Wilhelmshöhe. Partei-Vorsitzender Detlef Stägert und Fraktionsvorsitzender Bernhard Peters informierten die Gäste ungefähr zwei Stunden lang über aktuelle politische Entwicklungen in der Stadt sowie über Aktivitäten innerhalb der Partei.

 Peters nahm noch einmal Bezug auf die Haushaltsberatungen im Rat der Stadt: „Dass der Haushalt in wirtschaftlich guten Zeiten eine Finanzierungslücke von 750 000 Euro aufweist, ist alarmierend. Wie soll das erst aussehen, wenn es der Wirtschaft einmal schlechter geht?“ Zugleich fehle es in Neuenrade an Arbeitsplätzen und Bauland. Die Folge sei, dass jüngere Menschen wegzögen.

Zur Haushaltsrede der Christdemokraten sagte er: „Die produzieren mittlerweile auch schon alternative Fakten und beziehen sich auf Zeitungsartikel, die nie geschrieben wurden.“ Stägert berichtete zur Überplanung der Niederheide: Erste Planungsentwürfe würden gestaltet, um einen Discounter als möglichen Bauherren zu gewinnen. Andererseits hätten Gespräche mit der türkischen Gemeinde stattgefunden, um einen alternativen Standort für den Neubau einer Moschee zu finden.

Nachdem ein Spender 100 000 Euro bereit gestellt habe, so Stägert weiter, solle der Stadtpark neu gestaltet werden. Der Bürgermeister wolle dort eine Plane (wetterfestes Sonnsegel) aufhängen, um einen regengeschützten Unterstand zu schaffen. Die Verwaltung habe aber weder ein Foto einer solchen Plane vorlegen, noch benennen können, wo ein solcher Unterstand bereits umgesetzt worden sei. „Wir befürworten neue Bänke, Spielgeräte und Platz-Ausbesserungen“, betonte Stägert. In Hinblick auf die Plane sagte er aber: „Es gibt jetzt dort schon Geister, die sich dort aufhalten und Bier und auch was anderes trinken. Wenn wir es denen noch gemütlich machen, kriegen wir die dort ja gar nicht mehr weg. Dann wird der Park ein ständiger Unruheherd.“

 Peters regte ein Leader-Projekt an: Das Freibad solle derart überplant werden, dass es ganzjährige nutzbar sei - etwa auch für Konzerte. Dann nahm er Bezug auf den geplanten Bau des Windparks auf dem Kohlberg: „Im Kohlberghaus leben Menschen, die werden schon aus der Bahn geworfen, wenn ihr Pfleger mal wechselt. Wie die auf den Bau einer Windkraftanlage reagieren, kann keiner wissen.“ Stägert ergänzte: „Bis zum heutigen Tag ist noch nicht klar, wie dort erzeugter Strom ins Netz eingespeist werden soll? Das finde ich etwas abenteuerlich.“ Über die Aktivitäten der Silberdisteln, der Seniorengruppe in der FWG, referierte schließlich noch Peters: Am 11. Dezember hätten sie den Weihnachtsmarkt in Soest besucht.

 Mit rund 60 Beschenkten habe die Wunschbaum-Aktion im Knusperhäuschen der FWG am 17. Dezember deutlich mehr Bedürftige erreicht als im Jahr zuvor. Abschließend rief FWG-Vorsitzender Stägert alle Neuenrader Bürger auf, bei der Landtagswahl am 14. Mai ihre Stimme abzugeben: „Wir geben keine Wahlempfehlung. Aber wir fordern alle auf, eine demokratische Partei zu wählen – und nicht die AfD.“

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