FWG: Positive Jahresbilanz

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Der Vorsitzende Andreas Becker zog die erste Jahresbilanz der Freien Wählergemeinschaft.

NEUENRADE ▪ Am 13. Mai 2009 gründete sich die Freie Wählergemeinschaft (FWG). Am Mittwochabend blickte sie während ihrer ersten Jahreshauptversammlung auf die ersten 365 Tage in der noch jungen FWG-Geschichte zurück.

Vorsitzender Andreas Becker zog zufrieden ein positives Fazit. Auf Anhieb hatte sich die FWG als zweitstärkste Fraktion im Rat der Stadt Neuenrade platziert und damit das Kollektiv der Etablierten aufgebrochen.

FWG: Viel Engagement

Was die Freie Wählergemeinschaft in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt hat, zeugt vom enormen Engagement, das in der Gruppierung steckt. Dies drückt sich auch in den Mitgliederzahlen aus, die stetig steigen. Eine Seniorengruppe, die Silberdisteln, besteht bereits. Einige Jugendliche haben bereits Interesse an der Gründung einer Jugendgruppe signalisiert.

Offenheit und Bürgersinn

Ein Engagement mit Offenheit und Bürgersinn zum Wohle der Bevölkerung habe sich die FWG auf ihre Fahnen geschrieben, betonte Vorsitzender Becker im Rahmen seiner Jahresbilanz. Damit habe die Gemeinschaft bei der Kommunalwahl 1017 Stimmen bekommen, gleichbedeutend mit sechs Ratsmandaten. „Die Freien Wähler in Neuenrade sind notwendiger denn je“, interpretierte Becker.

Desaströse Finanzlage

Ein ganz wichtiger Punkt im künftigen Arbeitsfeld sei die Konsolidierung der desaströsen Finanzlage der Stadt. Kommunen, Länder, der Bund und nicht zuletzt auch die Europäische Union seien gezwungen, Konzepte gegen die Verschuldung zu entwickeln. Positiv hob Becker den Fall „Landwehr/Am Lokschuppen“ hervor, in dem sich die FWG für die betroffenen Anwohner mit Erfolg stark gemacht hat. Die FWG habe sich nicht einschüchtern lassen und den Vorfall lückenlos recherchiert, informierte Becker die Mitglieder. Zudem habe die FWG in kurzer Zeit zwei ihrer Wahlversprechen eingelöst: Zum einen die Entwicklung eines Stadtmarktingkonzepts und zum anderen, dass Großprojekte außerhalb von Bebauungsplangebieten zwingend in den Bauausschuss müssen – dem Antrag hätten sogar alle Fraktionen zugestimmt.

An neuen Machtverhältnisse gewöhnen

Dass der Start ins politische Tagesgeschäft nicht reibungslos ablaufen werde, hatten die FWG-Mitglieder wohl erwartet. Schließlich musste sich das etablierte Parteienkollektiv erst an die neuen Machtverhältnisse gewöhnen. In diesem Zusammenhang bezeichnete Becker die FWG als einzige wirkliche Opposition.

Umwandlung der Gertrudenschule

Im weiteren Verlauf der Versammlung verabschiedete die FWG einen Antrag, der die Umwandlung der Gertruden-Hauptschule in eine integrierte weiterführende Schule betraf. Gestern Morgen reichte die FWG den Antrag an Bürgermeister Sasse weiter.

Pilotprojekt der Silberdisteln

Ein Pilotprojekt nehmen die Senioren der Silberdisteln in Angriff. Sie planen am 22. September in Zusammenarbeit mit der Hauptschule, den Jugendlichen die Freude am gemeinsamen Kochen und Essen näher zu bringen. Anschließend sollen die Rezepte in einem Kochbuch veröffentlicht werden. ▪ Markus Jentzsch

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