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FWG macht sich für Erdwärme stark

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Von: Carla Witt

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Mit einem Bohrer wird ein Loch für die Sonde einer Wärmepumpe in den Boden getrieben. Die FWG möchte, dass auch in Neuenrade die Geothermie mehr in den Mittelpunkt rückt.
Mit einem Bohrer wird ein Loch für die Sonde einer Wärmepumpe in den Boden getrieben. Die FWG möchte, dass auch in Neuenrade die Geothermie mehr in den Mittelpunkt rückt. © DPA

Neuenrade – Der Umweltausschuss der Stadt Neuenrade soll sich im kommenden Jahr mit der Frage beschäftigen, ob die Geothermie in der Hönnestadt zu Heizzwecken zukünftig verstärkt genutzt werden kann.

Im Rahmen der Ratssitzung am Mittwoch hatten die Freien Wähler einen entsprechenden Antrag gestellt. Nach einem kurzen Meinungsaustausch beschlossen die Kommunalpolitiker, das Thema im Fachausschuss weiter zu behandeln.

Die Verwaltung soll nach dem Willen der FWG prüfen, bei welchen städtischen Liegenschaften diese Technologie genutzt werden kann. Zudem wünscht sich die Wählergemeinschaft unter anderem, dass über entsprechende Vorgaben oder Empfehlungen für neu ausgewiesene Wohngebiete nachgedacht wird.

Ulrich Naumann (Grüne) erklärte: „Wir befürworten den FWG-Antrag, auch wenn Neuenrade schon auf einem sehr guten Weg ist.“ Diese Ansicht vertrat auch Jan Schäfer (FDP): „Es schadet nicht, grundsätzlich das Potenzial zu untersuchen. Deshalb würde die FDP den FWG-Antrag vom Grundsatz her befürworten.“

Daniel Wingen (CDU) war dagegen nicht klar, ob es sinnvoll sei, diese Technologie auch bei Bestandsgebäuden zu nutzen. Zudem unterstrich er „Bei Neubauten müssen erneuerbare Energien genutzt werden, ansonsten wird keine Baugenehmigung erteilt.“

Bauamtsleiter Marcus Henninger stellte fest: „Wenn es um Neubaugebiete geht, kann man die Geothermie sicherlich diskutieren. Die Frage ist, ob man den Investoren Vorgaben bezüglich der Wahl der regenerativen Energien machen soll.“ Denn eines sei klar: „Eine Gasheizung wird es in einem Neubau ohnehin nicht mehr geben.“

Bürgermeister Antonius Wiesemann schlug schließlich vor, den FWG-Antrag im Umweltausschuss zu behandeln, um in diesem Gremium mehr ins Detail gehen zu können.

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