FWG-Antrag

Kreisverkehr am Ärztehaus zunächst auf Eis gelegt

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Die FWG-Fraktion hatte beantragt, Gespräche für einen Kreisverkehr im Bereich des Ärztehauses aufzunehmen.

[Update] Neuenrade - Die Stadt Neuenrade wird den FWG-Antrag über einen Kreisverkehr am Ärztehaus vorerst hinten anstellen. Ein anderes Projekt soll zunächst Vorrang haben.

Das haben die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses am Montagabend entschieden. Die FWG-Fraktion hatte beantragt, die Stadtverwaltung mit der Aufnahme von Gesprächen zu beauftragen.

Ziel sollte die Planung eines kleinen Kreisverkehrs im Bereich des Ärztehauses an der B 229 im Kreuzungsbereich zwischen Werdohler Straße / Erster Straße und Dahler Straße / Poststraße sein.

In ihrem Antrag führte die FWG-Fraktion die Vorteile an, die ein solcher Kreisverkehr aus ihrer Sicht habe (wir berichteten). Nicht zuletzt solle der Bau die Attraktivität des Innenstadtbereichs steigern, unabhängig von der geplanten Umgehungsstraße.

Sorge um die Umgehungsstraße

Gerade die war es, um die sich Ludger Stracke (CDU) sorgte: Die Bemühungen um einen Kreisverkehr in der Innenstadt könnten, so fürchtete Stracke, ein falsches Signal an den Landesbetrieb senden – dass nämlich der Stadt die geplante Umgehungsstraße weniger wichtig sei.

Das betonte auch Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU): „Die Umgehungsstraße ist für Neuenrade wichtig. Wir sollten verhindern, dass das Projekt hierdurch nach hinten rückt.“

Wie groß muss der Kreisel sein?

Auch der Platzbedarf für einen möglichen Kreisverkehrsplatz bereitete Ludger Stracke Sorgen: Stünde genügend Platz zur Verfügung? Und wie groß müsste der Kreisverkehr überhaupt sein? „Das wird Ihnen niemand in diesem Raum sagen können“, warf Detlef Stägert (FWG) ein.

Deswegen sei es ja so wichtig, sich Experten an den Tisch zu holen – und die gebe es unter anderem bei Straßen.NRW.

Frank Bäcker (SPD) sah den Grund für Verkehrsstörungen eher am Abzweig Mühlendorf. Die Politik solle sich damit beschäftigen, diesen Bereich zu entzerren. Ulrich Naumann (Grüne) verortet an dieser Stelle auch den Bedarf für einen Kreisverkehr.

Kompromiss auf Anraten des Vorsitzenden

Bernhard Peters (FWG) betonte im Verlauf der Diskussion, dass es keineswegs um den Beschluss für einen Kreisverkehr gehe, sondern lediglich um eine Sondierung. Ausschussvorsitzender Mark Hantelmann (CDU) brachte einen Kompromiss ins Spiel: „Ich glaube, so weit sind wir nicht voneinander entfernt“, sagte er in Richtung der FWG-Fraktion.

Eine erste Kontaktaufnahme der Stadt an Straßen.NRW sei bereits erfolgt, die Stellungnahme stehe aber noch aus. Der Antrag solle dann wieder auf die Tagesordnung, wenn sich Straßen.NRW geäußert habe – ein Vorschlag, mit dem offensichtlich alle Anwesenden leben konnten.

Hinweis:
In einer ersten Version dieses Artikels hatten wir den Kompromissvorschlag des Ausschussvorsitzenden Mark Hantelmann falsch wiedergegeben. Wir bitten dafür um Verzeihung!

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