Mit der Fußballschule fürs Leben lernen

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Trainer Erwin Günther gibt den Jugendlichen erste Tipps im Umgang mit dem Ball.

Neuenrade - Dass Fußballspielen auch viel mit Disziplin und Regeln zu tun hat, durften etliche Jugendliche der Hönnequell-Schule (HQS) am Freitag im Neuenrader Waldstadion erfahren.

Erwin Günther hatte dort fast ein Dutzend Jugendliche, darunter auch eine handvoll Mädchen, unter seiner Obhut und gab ihnen eine erste Lektion in professionellem Fußballtraining. 

Günther versteht sein Handwerk. Der Werdohler war Trainer bei der FSV Werdohl und hat selber in der höchsten Amateurklasse Fußball gespielt. Jetzt ist er für die Hönnequell-Schule im Einsatz, die diese Fußball-Schule gemeinsam mit der E-Holding ins Leben gerufen hat. Die Echterhage-Holding ist Kooperationspartner der HQS. Das Unternehmen übernimmt die Personal- und die Sachkosten. Mit dieser Fußballschule, die nun kein kurzlebiges Projekt sein soll, hat die Neuenrader Gemeinschaftsschule in der Region wohl gar ein Alleinstellungsmerkmal. Zweimal pro Woche trainiert Günther die Kinder. 30 Hönnequell-Schüler der Klassen fünf bis acht sind es. Neun- und Zehntklässler sollen später noch dazu kommen. 

Zunächst Grundlagentraining

Am Freitag gab es für die Jugendlichen zunächst Grundsätzliches zu verinnerlichen. Bevor sie mit dem Grundlagentraining begannen, zeigte der Trainer das Equipment, angefangen bei Hütchen bis zu leichteren Bällen, die beim Kopfballtraining Verwendung finden. Er gab auch erste Verhaltensmaßregeln aus, machte klar: „Jeder spielt jeden an“. Außerdem erläuterte er, dass es äußerst hilfreich ist, dass der Ball ruht, wenn er etwas erklärt und dass es nicht nur ein Akt der Höflichkeit sei, zuzuhören, wenn er erzähle. 

Es ging dann gleich los mit Übungen, bei denen Günther sehen konnte, über welche fußballerischen Fertigkeiten die Jugendlichen verfügen. Es galt auf engem Raum den Ball zu führen oder mit dem Knie den Fußball zu jonglieren. Es geht bei dem Projekt nicht nur um fußballerische Fertigkeiten. Denn: Fußball ist ein Mannschaftssport. Teamfähigkeit, taktische Kenntnisse und Kameradschaft, Respekt und die Leistung anderer anzuerkennen sind wichtige Eigenschaften, die ein Fußballer haben muss, um die Mannschaft zum Erfolg zu führen. Das bestätigt Erwin Günther. 

Soziale Fertigkeiten

Selbst wenn die jungen Menschen nicht beim Fußballspielen bleiben, so werden sie zumindest die erlernten sozialen Fertigkeiten behalten. Für Günther, der immerhin die A-Lizenz besitzt und mit diversen bekannten Fußballprofis zusammengearbeitet hat, geht es aber auch grundsätzlich darum, die jungen Menschen für den Sport zu begeistern, im Zeitalter der Handys die Freude am Sport zu wecken. Wenn es nach ihm ginge, hätte Sport als Schulfach sogar denselben Stellenwert wie beispielsweise Mathematik. 

Möglicherweise kommt die Sache mit der Fußballschule auch anderen Vereinen zugute. Sei erst einmal die Freude an der Bewegung da, stelle vielleicht der eine oder andere Schüler seine Vorliebe für Leichtathletik oder Handball fest, sagt der Trainer

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