„Das klappt super“

Aufmerksam verfolgten mehr als 50 Fußballer die Neuaufstellung ihrer Abteilung im TuS Neuenrade.

NEUENRADE ▪ Neue Führungsstruktur beim TuS Neuenrade Abteilung Fußball: Den Rücktritt des alten Vorstandes begründete Kai Tripke mit „immer weniger machen immer mehr“. Darum hatte die Abteilung für Freitagabend zur außerordentlichen Mitgliederversammlung in den Kulturschuppen geladen – ein Novum. Von Annette Kemper

„Wir haben keine klare Aufgabenverteilung und keine klaren Verantwortungen“, bemängelte Tripke. „Wir brauchen neue Strukturen, Köpfe, Helfer. Die Aufgaben müssen definitiv auf mehr Schultern verteilt werden“, forderte der Vorsitzende.

So wird er als Abteilungsleiter weiterhin an der Spitze der Fußballabteilung stehen. Michael Reimann stellte das Konzept vor; er selbst fungiert als Assistenz der Abteilung und bringt Ideen und deren Umsetzung ein. Neu ist auch der Ältestenrat, der sich mit Problemlösungen und Streitigkeiten befassen wird. Der Posten des Abteilungsgeschäftsführer obliegt nun Markus Langwald, während Gerhard Kühn Abteilungskassenwart und stellvertretender Vorsitzender ist. Jugendleiter wird fortan Karl-Heinz Thiele, der Koordinator für außersportliche Belange Werner Gaude. Marc Linnhoff wird nun die Alten Herren koordinieren. Der Spielausschuss komplettiert die Führungsriege. Auf die Fahnen schrieben sich die Fußballer nun auch die Integration.

„Ich kann mir vorstellen, dass – wenn wir alle mitwirken – das super klappt“, gab sich Reimann optimistisch. „Das war eine harte Sache“, berichtete er über die Neuaufstellung. „Wir haben viele Gespräche geführt und Meinungen gehört“, das Konzept sei überwiegend positiv angenommen worden.

Dass den Fußballern ihr Sport am Herzen liegt, zeigt die hohe Zahl der Besucher: Mehr als 50 Personen kamen. „Was sich momentan entwickelt, finde ich klasse, ich sehe Potenzial“, freute sich Tripke. Mit den neuen Strukturen hätten sie gute Voraussetzungen geschaffen. „Wir müssen attraktiv werden“, so der Vorsitzende.

Der aktuelle Status sei, dass die Abteilung einen hohen Bekanntheitsgrad habe, alle Sportarten aber zu kämpfen hätten. „Das hat mit dem demographischen Wandel und der Finanznot der öffentlichen Hand zu tun“, führte Tripke aus. Immer kleinere Budgets und und immer weniger ehrenamtlich Engagierte täten ihr Übriges. Zudem „sind wir offensichtlich nicht mehr so attraktiv für Trainer“.

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