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Freibad: Wohl höhere Eintrittspreise

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Von: Peter von der Beck

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Das Freibad Friedrichstal liegt derzeit noch im Winterschlaf: Wenn demnächst die Saison beginnt, müssen sich die Freibadbesucher wohl auf erhöhte Eintrittspreise gefasst machen.
Das Freibad Friedrichstal liegt derzeit noch im Winterschlaf: Wenn demnächst die Saison beginnt, müssen sich die Freibadbesucher wohl auf erhöhte Eintrittspreise gefasst machen. © von der Beck

Eintrittspreise für das Freibad: Die Stadtverwaltung plant Aufschläge von 25 bis zu 50 Prozent.

Neuenrade – Nach der Erhöhung der Hundesteuer plant die Stadtverwaltung für die Saison 2023 auch die Erhöhung der Eintrittspreise für das Freibad Friedrichstal. Prozentual gesehen hat die Erhöhung es schon durchaus in sich. Die Spanne reicht je nach Eintrittkategorie von 25 bis 50 Prozent mehr. Die Verwaltung verweist auf gestiegene Kosten und die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren die Preise gehalten wurden. Entscheiden über die Eintrittspreise muss die Politik im Rahmen der Haushaltsverabschiedung im Februar.

Um 33 Prozent soll die Tageskarte für Erwachsene teurer werden (4 statt 3 Euro, Schwerbehinderte würden sogar 50 Prozent mehr bezahlen – 3 statt 2 Euro). Jugendliche haben ebenfalls eine Erhöhung von 33 Prozent und sollen künftig für die Tageskarte 2 Euro zahlen. 28 Prozent mehr Kosten mit dann 32 Euro (vorher 25 Euro) kommen auf die erwachsenen Inhaber von Zehnerkarten zu. Schwerbehinderte sollen für die Zehnerkarte knapp 24 Prozent mehr zahlen und künftig mit 21 Euro dabei sein. Kinder und Jugendliche bezahlen nach der Vorstellung der Verwaltung ab der nächsten Saison 25 Prozent mehr. Merklich teurer würden auch die Saisonkarten: 43 Prozent mehr, sprich 90 statt 70 Euro zahlen Erwachsene. Schwerbehinderte sollen 25 Prozent mehr zahlen (50 statt 40 Euro) Jugendliche wären mit 28 Prozent Plus dabei, zahlen dann 32 statt jetzt 25 Euro. Alles Bruttopreise erklärt die Verwaltung, sieben Prozent Mehrwertsteuer seien dabei enthalten.

Preise wurden seit 2014 nicht verändert

Die Verwaltung hat zumindest gute Argumente für die Erhöhung: Die Eintrittspreise ins Freibad Friedrichstal seien seit 2014 nicht verändert worden. Doch in den vergangenen Jahren seien die Personal- und Betriebskosten gestiegen. Vor allen Dingen auch „vor dem Hintergrund der künftigen Preissteigerungen bei den Energiekosten“ sollte für die Freibadsaison eine entsprechende Erhöhung erfolgen: Wie viel das nun für das Stadtsäckel mehr ausmachen würde, hat die Verwaltung ausgerechnet: Bei einer durchschnittlichen Saison rechnet man mit Mehreinnahmen in Höhe von 15 000 bis 20 000 Euro. Insgesamt ist für 2023 ein Haushaltsansatz in Höhe von 80 000 Euro gebildet worden. Die Einnahmen aus den Eintrittspreisen sind natürlich nicht kostendeckend. Kämmerer Gerhard Schumacher hatte noch 2021 darauf hingewiesen, dass pro Besucher noch einmal rund 5 Euro an Subventionierung on top hinzuzurechnen seien.

Das Freibad Friedrichtal ist in die Jahre gekommen. Aktuell sind Gutachter damit befasst eine Machbarkeitsstudie für eine mögliche Sanierung zu erstellen (wir berichteten). Es gab zwei Termine der Fachleute der Verwaltung mit dem Gutachter/Planer und dem TGA-Fachmann (Technische Gebäude-Ausrüstung). Tenor des Auftrags war seinerzeit die Sanierung des Beckens, die energetische Ausrüstung des Freibades und noch zu prüfen, ob denn eine Traglufthalle möglich wäre. „Wir haben noch keine Ergebnisse vorliegen, sagte Bauamtsleiter Marcus Henninger. Präsentiert würde die fertige Machbarkeitsstudie dann aber im Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales.

Bleibt noch das kleine Hallenbad an der Niederheide: Auch im Lehrschwimmbecken Niederheide gelten die derzeitigen Eintrittspreise seit September 2014 unverändert. „Auch hier sollte eine Erhöhung vorgenommen werden“, so die Verwaltung.

Die Benutzungsgebühren machen den Braten aber wohl auch nicht fett. Die könnten „von 4 500 Euro um 1 800 Euro auf 6300 Euro“ erhöht werden. Die Verwaltung werde hierzu im Fachausschuss einen entsprechenden Vorschlag machen, hieß es.

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