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Für 700.000 Euro: Familienzentrun in Neuenrade wird saniert und erweitert

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Von: Peter von der Beck

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Das evangelische Familienzentrum Hummelnest: Die Kirchengemeinde möchte die Kita ab Sommer sanieren und erweitern.
Das evangelische Familienzentrum Hummelnest: Die Kirchengemeinde möchte die Kita ab Sommer sanieren und erweitern. © von der Beck, Peter

Die Evangelische Kirchengemeinde Neuenrade investiert in ihre Zukunft: Die Gemeinde erweitert ihre Kita – das evangelische Familienzentrum Hummelnest an der Straße Am Semberg – um eine Gruppe, zudem wird der Kindergarten saniert und erhält Anbauten.

Dafür nimmt die Gemeinde viel Geld in die Hand. Der Eigenanteil liegt bei 250 000 Euro, das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei 700 000 Euro. Entsprechende Zuschüsse, unter anderem bei der Landeskirche, sind beantragt.

Die Pläne, im Entwurf von Diplom-Ingenieur Architektur Andreas Raphael und überwacht von 3L aus Menden, sind schon ausgearbeitet. Während der Umbauphase soll die Betreuung weiterlaufen, wenn auch unter anderen Rahmenbedingungen. Baukirchmeister Ralf Bohnert und Uwe Laudert von der Gemeinde halten für den Bauherrn die planerischen Fäden in der Hand.

Erhebliche Veränderungen

Die Veränderungen sind erheblich: Die Kita bekommt als Neubau einen Turn- und Mehrzweckraum an der Straßenseite. Ein Essraum wird im Kellergeschoss eingerichtet. Neu gemacht, mit Garderobe, Lager- und Pflegebereich wird der Eingangsbereich. An der Gartenseite werden die Räume nach außen erweitert. Die Kita wird dank eines Aufzugs barrierefrei, zudem werden etliche Wände neu gezogen. Auch eine neue Nasszelle beziehungsweise neuen Sanitärbereich wird es geben. Mit der Erweiterung der Kita sind auch personelle Zuwächse verbunden.

Baukirchmeister Ralf Bohnert (von links), Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg und Hummelnest-Leiterin Danny Bexten stellten die Umbau-Pläne für das Familienzentrum der Gemeinde vor.
Baukirchmeister Ralf Bohnert (von links), Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg und Hummelnest-Leiterin Danny Bexten stellten die Umbau-Pläne für das Familienzentrum der Gemeinde vor. © von der Beck, Peter

Die Erweiterung der Kita ist nötig, weil das Gebäude in die Jahre gekommen ist und auf den notwendigen aktuellen Stand gebracht werden muss. Das Projekt ist daher auch „eine Qualitätssicherungsmaßnahme“. Zudem gebe es viele Nachfragen vor allem was die Betreuung von U3-Kindern anbelangt, wie Kita-Leiterin Danny Bexten bestätigte. „Die Nachfrage ist da.“ Bisher habe man nur sechs Plätze. Nun kommen zehn Plätze hinzu. Auch die Über-Mittag-Betreuung gewinne an Bedeutung, weshalb eine neue Küche sehr hilfreich sei. Das Kita-Projekt soll möglichst früh – man rechnet mit Sommer diesen Jahres – starten. Die Hoffnung ist, dass die Kita dann im Frühjahr 2023 fertig gestellt ist.

Eltern freuen sich für ihre Kinder

Dass der Umbau so möglich sei, schreibt Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg auch der Tatsache zu, dass man nun „über Jahre eine Pfarrstelle eingespart“ habe. „Das hat uns sozusagen richtig Geld gebracht.“ Während der Umbauphase wird eine Gruppe im Gemeindehaus untergebracht, eine Gruppe wird als Waldgruppe etabliert, eine Gruppe (Vorschulkinder) wird viel unterwegs sein. Danny Bexten hat dazu das entsprechende pädagogische Konzept erarbeitet. Zudem soll der Umbau in der Kita flexibel stattfinden. Corona habe da auch etwas Gutes gehabt, sagte die Leiterin. Dank Corona habe man gelernt, innerhalb von drei Stunden die Kita so umzubauen, dass entsprechend Platz für die Kinder geschaffen werden konnte.

So soll die Kita künftig aussehen.
So soll die Kita künftig aussehen. © von der Beck, Peter

Auch die Eltern wissen schon Bescheid. „Die freuen sich für ihre Kinder“, sagte Pfarrer Kuhlo-Schöneberg. Kirchmeister Ralf Bohnert betonte: „Die Eltern und ihre Kinder – sie sind die Zukunft der Kirche. Und wenn wir uns da nicht kümmern, dann wird es uns irgendwann nicht mehr geben.“ Dabei sei man durchaus über die Entwicklung in der Kirchengemeinde erfreut: Der Familiengottesdienst komme sehr gut an. Kindertagesstätte und Eltern seien auch stark mit eingebunden. Es sei auch schön zu sehen, wenn das zweijährige Kind neben der 90-jährigen dem Gottesdienst beiwohne. „Dieses moderne Format des Gottesdienstes wird von allen angenommen“, sagte der Pfarrer.

Brücke zwischen Kirche und Kita steht

Kita-Leiterin Danny Bexten – mittlerweile auch 30 Jahre dabei – sagte zudem, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der Kindertagesstätte und der Kirche in den vergangenen zwei bis drei Jahren super entwickelt habe. „Die Brücke steht.“

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