Frühlingskonzert im November

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Die Gäste belohnten die Musiker aus Neuenrade und Lüdenscheid mit Applaus.

NEUENRADE -  „Was soll ich sagen“, fagte sich Bürgermeister Klaus Peter Sasse als er am Samstagnachmittag während der Eröffnung des Rosenkonzerts im Kaisergarten ans Rednerpult trat. Ein frühlingshaftes Herbstkonzert, zweifelsohne ein ungewöhnlicher Titel für eine musikalische Veranstaltung in der nasskalten Jahreszeit.

Und wann hat man den Bürgermeister schon mal sprachlos erlebt. Er findet eigentlich immer einen Weg, einen Bogen zu spannen, selbst in größter rhetorischer Not etwas Sinnvolles zu sagen. Es mag niemanden wirklich gewundert haben, auch diesmal fand Sasse ein paar passende Worte, um das Gemeinschaftskonzert des Neuenrader Akkordeonorchesters, des Akkordeonorchesters der Musikschule der Stadt Lüdenscheid und des Märkischen Handorgel-Ensembles einzuleiten. Rosen seien Pflanzen, die den Spagat zwischen Frühling und Herbst meistern, erklärte Sasse mit Blick auf die variierenden Blütenperioden der unterschiedlichen Rosenarten. Um diesen Aspekt zu verdeutlichen, hatte sich Sasse extra eine zarte Rosenknospe besorgt.

Es sei ihm ein besonderes Bedürfnis gewesen, die Eröffnungsrede zu halten. Es habe einen Grund, warum er dort stehe, betonte der Erste Bürger der Stadt Neuenrade und erinnerte sich an Werner Kaiser.

Mit dem langjährigen Leiter des Neuenrader Akkordeonorchesters habe er mal in dessen Wohnzimmer gesessen und sie hätten sich darüber ausgetauscht, wer Kaisers Nachfolger werden könne. Es fiel der Name Michael Baasner. Sasse attestierte Kaiser ein gutes Gespür, wer sich als würdiger Nachfolger etablieren könne. Baasner sei dann mehr oder weniger ins kalte Wasser geschmissen worden, habe sich aber dank seiner Energie behauptet, meinte Klaus Peter Sasse, der sich in seinem vollen Terminkalender ein wenig Zeit „freigeschaufelt“ hatte, um Baasners Leistung zu würdigen.

Das Konzert begann mit einem Auftritt des Märkischen Handorgel-Ensembles – natürlich unter der Leitung von Michael Baasner. Erst nach der Pause betrat das Neuenrader Akkordeonorchester die Bühne und steuerte auf den Höhepunkt des Abends, einem gemeinsamen Auftritt der Neuenrader und Lüdenscheider Musiker zu. Auf Caribbean Fantasy von Hans Zimmer war die Wahl gefallen, auf den sich das Auditorium besonders freute.

Von Markus Jentzsch

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