Abwechslungsreiches Konzert

Musikverein läutet den Frühling ein

+
Der sonst etatmäßige Trompeter Günter Neumann schlüpfte zweimal in die Rolle des musizierenden und taktangebenden Schmieds und begleitete am Amboss das Stück „Feuerteufel“ und später – als Zugabe – die „Amboss-Polka“.

Neuenrade - Der Musikverein Neuenrade hat mit seinem Frühlingskonzert wieder einmal unter Beweis gestellt, dass er in Neuenrade zu den führenden kulturtragenden Vereinen zählt.

In der Aula der Hönnequell-Schule waren nach dem gut zweistündigen Programm die Zuschauer von den musikalischen Darbietungen vollauf überzeugt. Zwei Zugaben mussten die Musiker um Dirigent Christian Knaup geben, danach konnten sie Hände schütteln und aufrichtiges Schulterklopfen der Zuhörer entgegen nehmen. 

Das Frühlingskonzert ist ein musikalisches Angebot, das den Wünschen der treuen Fangemeinde entspricht, aber auch gleichzeitig ist es eine Art musikalische Wunschliste, die von den Musikern erstellt wird.

Vorsitzender Olaf Pestl führte durch das Programm.

Olaf Pestl, Vorsitzender des Traditionsvereins, führte erneut in der ihm eigenen, humorvollen Art durch das Programm. Der Vereinsvorsitzende zog als Moderator am Mikro alle Register der Unterhaltung. Seine Infos erfolgten auch beim 127. Konzert sachlich, aber immer mit einem Augenzwinkern, das den Beifall des Publikums zur Folge hatte.

Den gut 200 Zuhörern, die zahlenmäßig die Aula füllten, konnte er schmunzelnd mit auf den Weg geben, dass „das die Besucherzahl für den Anfang schon ganz ordentlich ist, aber durchaus noch gesteigert werden kann.“ 

Im humorvollen Zusammenspiel mit Dirigent Christian Knaup kamen auch Bedenken auf, dass die Hosen der beiden Musikexperten im vergangenen Jahr zwar noch gepasst haben, zum Frühlingskonzert aber befürchtet wurde, dass die hintere Hosennaht platzt. Das Publikum wusste so viel handfesten Humor zu schätzen. 

Ein Dank nicht nur an die treuen Zuschauer

Gleichzeitig dankte Pestl den Musikfreunden, die seit Jahren die Aufführungen des Musikvereins begleiten und für eine gute Atmosphäre sorgen. Lobende Worte gab es auch für Hausmeister Dirk Kossens, der die Technik vorbereitet hatte.

Musikalisch überzeugte der Musikverein Neuenrade, der durch Musiker des evangelischen Posaunenchors verstärkt wurde, mit seinem Können. Das Programm war erneut auf Jedermann abgestimmt, die Musiktitel waren weitgehend bekannt. 

Die musikalische Qualität war gewohnt hoch

Der Auftakt mit dem Titel „Song for a celebration“ entsprach den Erwartungen, das Zusammenspiel sowohl in der Auffassung als auch in der Intonation war gut, der Musikverein konzertierte mit einem abgerundeten und fehlerfreien Klangvolumen.

Mit dem „Kerntruppenmarsch“ präsentierten die Musiker einen der bekanntesten deutschen Militärmärsche. Dem „Frühling im Inntal“ folgte „Die Post im Walde“, die zu den bekanntesten Solostücken für Trompete zählt. 

Für 20-jähriges Musizieren wurde Katharina Kaluza und Markus Lingnau (2. von rechts) für 40-jähriges Musizieren geehrt. Die Ehrung erfolgte durch den Vorsitzenden Olaf Pestl (2. von links) und den Ehrenvorsitzenden Volker Grünberg (rechts).

Ein dickes Lob vom Dirigenten, von den Musikerkollegen und vom Beifall klatschenden Publikum gab es für Tobias Herfeld, der etwas abseits und hinter den Zuschauersitzen das Solo fehlerfrei und gefühlvoll spielte, „Die Erinnerungen an Waldteufel“ und der „Jagdgeschwader-Richthofen-Marsch“ rundeten den ersten Programmteil ab.

Mit einem humorvollen Knaller startete das Programm nach der Pause. Das bekannte Stück „Feuerfest“ von Josef Strauss wurde zum Kracher für Günter Neumann. Neumann, seit Jahrzehnten überzeugter Trompeter, verwandelte sich vom Trompeter zum Schmied und zeigte am Amboss seine handwerklichen Fähigkeiten mit dem passenden Rhythmus. 

Das Publikum forderte eine Zugabe

Den weiteren Erwartungen der Zuhörer gerecht wurde das Konzert mit dem „Choral and Rock-out“, „Just a closer walk with Thee“, bekannten Filmtitel von Henry Mancini und dem ebenso bekannten „Voices“.

Die Zugaben erforderten nochmals den handwerklichen Einsatz von Günter Neumann, der erneut für das Schmiedehandwerk am Amboss stand und die „Amboss-Polka“ mit kräftigen und klingenden Schlägen begleitete. Der „Gruß aus Kiel“ rundete die Zugaben ab.

Für 40-jähriges aktives Musizieren wurde Markus Lingnau (Trompete) ausgezeichnet, Katharina Kaluza (Querflöte) wurde für 20-jähriges Musizieren geehrt. Ehrenvorsitzender Volker Grünberg und der einstige Vereinswirt Wilhelm Dickehage waren nach dem Konzertende wieder erfolgreich für eine freiwillige Spende zuständig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.