Front gegen Benutzungsgebühren

NEUENRADE ▪ Vertreter der CDU Fraktion der Stadt Neuenrade und die Vertreter des SSV Küntrop, des TuS Neuenrade und des SV Affeln trafen sich gestern im Waldstadion, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen das Ansinnen der Landesregierung, Nothaushaltgemeinden dazu zu verpflichten, Sportplatzbenutzungsgebühren zu erheben.

Alexander Klinke, Fraktionschef der CDU, Torsten Schneider, Brigitte Reinken-Stork (Sprecherin im Schul- und Sportausschuss), Dirk Brockhagen, Vorsitzender des SSV Küntrop, Jörg Wördemann, Geschäftsführer des SSSV Küntrop und Heinz Griesenbruch, Vorsitzender des TuS Neuenrade und Josef Hochstein (Affeln) solidarisierten sich, um ihren Protest und ihre Bedenken frühzeitig öffentlich zu machen.

Zum Hintergrund: Eine Anfrage im Landtag, ob denn Nothaushaltgemeinden auch verpflichtet seien Sportplatzbenutzungsgebühren erheben müssten, war positiv beschieden worden. Das war eben Anlass für die CDU frühzeitig zu reagieren. Fraktionschef Klinke: „Der Sport hat auch in Neuenrade eine überragende gesellschaftlichen Bedeutung für die Vermittlung von sozialem Verhalten, Persönlichkeitsfindung, der Erziehung zu sportlichem Leistungsbewusstsein und zum Erlernen von Fairness. Auch verweist Klinke auf die Gesundheitsvorsorge und die vielfältigen Integrationsmöglichkeiten. Sport sei ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. „Außerdem wollen wir die vorbildliche Arbeit der unzähligen Ehrenamtlichen in den Neuenrader Sportvereinen auch Zukunft nicht belasten, sondern weiterhin fördern.“ Klinke sagte gestern klar und deutlich: „Gegen die Gebühren würden wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren“. Darin seien die Neuenrader geübt.

Auch die Sportvereinsvertreter ließen kurz anklingen, womit sie heutzutage zu kämpfen hätten – da wären Gebühren katastrophal. Die Streichung von Zuschüssen durch den Landessportbund hätte die Vereine ohnehin schon gebeutelt. Da werde einerseits das Ehrenamt gelobt, andererseits werde den Sportvereinen die Arbeit nicht leichter gemacht, hieß es gestern. Peter von der Beck

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