Friedenseinsatz in Ysselsteyn

Sabine Protzer aus Neuenrade, die seit dem Jahr 2000 das besondere Ferienangebot „Gräberpflege auf dem Soldatenfriedhof Ysselsteyn“ leitet, nahm an den Feierlichkeiten teil, in deren Verlauf der Friedhof zu einem Teil der „Liberation Route Europe“ erklärt wurde.

Neuenrade/Ysselsteyn -  Der Soldatenfriedhof Ysselsteyn ist seit dem 27. Juli Teil der „Liberation Route Europe“. Heute brechen Neuenrader Jugendliche nach Ysselsteyn zu einem einwöchigen Friedenseinsatz auf.

Die Liberation Route Europe ist eine sich ständig erweiternde Route der Erinnerung, die bedeutende Meilensteine der modernen europäischen Geschichte miteinander verknüpft. Sie verbindet die wichtigsten Regionen, durch die die westlichen Alliierten von Südengland aus zur Küste der Normandie und weiter bei ihrem Vormarsch durch die belgischen Ardennen, Brabant, Arnheim, Nimwegen und den Hürtgenwald bis nach Berlin kamen.

Die Route verläuft dann weiter bis nach Gdansk in Polen, wo fast zwei Generationen später eine demokratische Revolution zur Überwindung der Teilung Europas ihren Anfang nahm.

Auf der Liberation Route Europe können Besucher den Weg, den die alliierten Streitkräfte in der Endphase des Zweiten Weltkriegs nahmen, entdecken und erleben. Sie richtet das Hauptaugenmerk auf die Befreiung des europäischen Festlands von der nationalsozialistischen Besatzung, besonders aber auch auf die noch lange nachwirkenden Folgen des Zweiten Weltkriegs.

Die Homepage zu den europaweiten Gedenkstationen beschreibt die Intention der Stationen des Gedenkens so: „Die Liberation Route Europe überschreitet Staatsgrenzen, die unseren Kontinent viel zu lange geteilt haben. Sie befasst sich mit dem einzelner Nationalstaaten eigenen Gedenken an den Krieg und verlangt nach einer internationalen Antwort, indem versucht wird, das komplexe Erbe des Zweiten Weltkriegs aus unterschiedlichen historischen Perspektiven zu betrachten. Sie verbindet diese Geschichte mit dem Leben im heutigen Europa und anderen Teilen der Welt und hebt die Bedeutung der Aussöhnung zwischen den Völkern und der Förderung des Nachdenkens über den Wert unserer hart erkämpften Freiheiten hervor.“

Der symbolische Stein, der nun den Soldatenfriedhof Ysselsteyn als historischen Ort und Teil der „Liberation Route Europe“ kennzeichnet, erzählt die Geschichte von Hauptmann a.D. Lodewijk Timmermans. Er wurde von den Bürgermeistern der Städte Venray und Weeze feierlich enthüllt.

Timmermans hat maßgeblich am Aufbau des Friedhofs und der Identifizierung der gefallenen Soldaten mitgewirkt. Sabine Protzer aus Neuenrade, die seit dem Jahr 2000 das besondere Ferienangebot „Gräberpflege auf dem Soldatenfriedhof Ysselsteyn“ leitet, nahm als Mitglied der Stiftung „Vrienden van Ysselsteyn“ an den Feierlichkeiten teil.

Bis zum 9. August geht es für sie wieder gemeinsam mit dem Betreuer Frederik Sip und einer Gruppe Jugendlicher in die Niederlande, um unter dem Motto „Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern“ einen Friedensdienst zu leisten.

Ermöglicht wird diese bereits seit dem Jahr 1987 stattfindende städtische Fahrt durch die finanzielle Unterstützung des Rotary Clubs Altena-Werdohl-Plettenberg.

http://liberationroute.de/liberation-route-europe

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