Freizeitprojekt: Miteinander den Wald erforschen

NEUENRADE ▪ „Miteinander den Wald erforschen“ - unter diesem Motto steht diesmal das Freizeitprojekt von den Schulsozialarbeitern Kathrin Rotter-Jung und Thorben Schürmann für ihre Schüler.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war am Mittwoch. Gemeinsam mit Axel Dohmen vom Regionalforstamt Märkisches Sauerland erkundeten 13 Jungen und Mädchen den Neuenrader Hain am Waldstadion. „Wir wollen die Begegnung mit der Natur wieder herstellen, die Kinder für den Wald sensibilisieren“, erklärte Axel Dohmen, der bei der in Letmathe stationierten Waldschule tätig ist.

Wissenschaftler hätten festgestellt, dass Kinder 5,5 Stunden am Tag mit technischen Medien verbringen. Das führe wiederum zu Hyperaktivität, bemerkte Dohmen dazu.

So habe die Zeit im Wald einen pädagogischen Hintergrund – rund zweieinhalb Stunden dauerte die Expedition. „Handlungsorientiertes Lernen“ nennt der Experte es, wenn die Schüler zum Beispiel ein kreatives Bild auf den Waldboden zaubern sollen. Zuvor hieß es, etwas Rundes, etwas Spitzes, etwas Weiches, etwas Stachliges und außerdem etwas, was nicht in den Wald gehöre, zusammenzusuchen.

Neben Tannenzapfen und Blättern förderten die jungen Menschen vor allen Dingen viel Müll zutage – mit entsprechend angeekelter Mimik. Auch auf die Erkundung mit verbundenen Augen ließen sich die faszinierten Kinder der Klassen vier bis sechs ein. „Ich stelle Verhaltensregeln für den Wald auf“, zeigte Dohmen den richtigen Umgang mit Tieren, Bäumen und Pflanzen, wichtig seien aber auch Freiräume für die Kinder. „Wir sind froh, Herrn Dohmen als Experten gewonnen zu haben“, bedankten sich die Sozialarbeiter.

Die 10- bis 12-Jährigen waren von der Aktion sichtlich angetan: Ob Waldmemoryspiel, ausgestopfte Wald-Tiere, einfach ausgelassenes Toben oder dem Folgen des Entdeckerdrangs – der Wald ist ein Erfolg auf ganzer Linie.

Bei den mittwöchlichen Treffen zuvor standen unter anderem Kennenlernspiele in und um den Wald auf dem Programm, so Rotter-Jung und Schürmann. Aber auch Vertrauensübungen und Kooperationsspiele förderten den Zusammenhalt. „Das ist Erlebnispädagogik“, hob Schürmann in diesem Zuge hervor. Und eins wird schon jetzt verraten: Der Abschluss dieser Aktion wird österlich.

Vier bis sechs Wochen dauern die Projekte von Thorben Schürmann und Kathrin Rotter-Jung, die immer vor den Ferien stattfinden. Seit drei Jahren bieten die beiden Sozialarbeiter die mit regem Zuspruch Aktion an. Angesprochen sind alle Schüler der Gemeinschaftsschule, der Grundschule und der Hauptschule. ▪ anke

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