Corona-Schutzmasken

So stark war die Resonanz auf Hilferuf für der Neuenrader Feuerwehr

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Die benötigten Schutzmasken für die Feuerwehr konnte Feuerwehrchef Karsten Runte (links) konnte aus den Händen von Sandra Horny und Antonius Wiesemann entgegennehmen.

Neuenrade - Die Neuenrader Feuerwehr benötigte dringend 150 waschbare Behelfsmasken aus Stoff und bekam sie prompt. Denn der Aufruf über die Facebook-Seite des Neuenrader Stadtmarketingvereins war ein voller Erfolg.

Weit mehr als 238 Behelfsmasken aus Stoff, den fünf Neuenraderinnen spendiert hatten, nähten wiederum zehn Neuenraderinnen zu Mund-Nase-Masken. Bürgermeister Antonius Wiesemann, zugleich Vorsitzender des Vereins, freut sich über die Hilfsbereitschaft und Stadtmarketing-Geschäftsführerin Sandra Horny ergeht es ebenso: „Neuenrade ist toll, die Leute hier halten zusammen“.

Klare Sache, dass auch Bürger aus den Ortsteilen mithalfen. Erst vor gut einer Woche hatten Horny und Co. den Aufruf auf der Facebook-Seite des Stadtmarketingvereins platziert: „Hilfe, Die Feuerwehr Neuenrade benötigt schnell mindestens 150 waschbare Behelfs-Mund-Nasen-Masken!“

Bedingungen klar formuliert

Auch die Bedingungen wurden klar formuliert: Stoff sollte es sein, der bei 90 Grad waschbar ist, kostenlos sollte er zur Verfügung gestellt werden und schließlich waren noch Näherinnen oder Näher gesucht, die die Stoffmasken nach einem Schnittmuster der Feuerwehr Essen schneidern sollten. Zusätzlich benötigte der Stadtmarketingverein dafür auch noch Draht zu Fixierung auf der Nase. Der durfte nicht zu schwer und musste biegsam sein.

Die Resonanz war wie erwähnt enorm: Zahlreiche Rückmeldungen gab es für das Nähen von Behelfsmasken und Stoffangebote. Fünf Bürger fanden sich schließlich für den Stoff und die zehn Näherinnen (die jüngsten rund 20 Jahre alt, der Großteil älter und aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen Neuenrades kommend) meldeten sich, die Drahtwerke Elisental lieferten den passenden Draht.

Vielfältiger Einsatzbereiche

Der Stadtmarketingverein organisierte das ganze Projekt, damit die Feuerwehr keine Manpower abgeben musste. Schließlich übergaben Sandra Horny und Antonius Wiesemann die Behelfsmasken an den Leiter der Neuenrader Feuerwehr, Karsten Runte. Die Behelfsmasken aus Stoff könnten die Feuerwehrmänner- und frauen gut gebrauchen, wenn sie gemeinsam zum Einsatz fahren und die nötigen Abstände im Feuerwehrfahrzeug naturgemäß nicht einhalten könnten, erläuterte der Feuerwehrchef.

Auch beim Einräumen, Ausräumen und beim Arbeiten in der Wache sollen die Behelfsmasken eingesetzt werden, sagte Runte. Wenn es bei Einsätzen um den direkten Kontakt mit Verletzten, Betroffenen oder Infizierten gehe, dann würden natürlich die FFP2-Masken eingesetzt. Für die Feuerwehrleute würden Corona-Kisten zusammengestellt.

88 Masken sind übrig geblieben, die der Stadtmarketingverein nun für soziale Einrichtungen in Neuenrade und den Ortsteilen zur Verfügung stellen möchte. Wer Bedarf hat, kann sich bei Sandra Horny melden. All die Masken sind wiederverwendbar, denn sie können ausgekocht und damit wieder sterilisiert werden. Sandra Horny betonte aber auch: „Ein Verkauf an Privatpersonen ist nicht möglich.“

Coronavirus in Neuenrade: Auch Unternehmen hilft

Doch nicht nur Behelfsmasken, sondern auch Gesichtsschutzmasken aus Plexiglas erhält nun die Neuenrader Feuerwehr: Durch den Aufruf wurden auch Verantwortliche der Firma IBG Automation auf das Problem aufmerksam. Sie stellte 50 dieser im IBG-Betrieb produzierten Masken zur Verfügung.

Feuerwehrchef Karsten Runte sagte: „Die halten Körperflüssigkeiten ab, wenn wir zum Beispiel bei Unfällen ganz nah an Verletzte ran müssen.“ Bei IBG werde das Plexiglas gebohrt und zugeschnitten, die Halterungen würden bei IBG dann auch noch gedruckt, erläuterte Runte.

Gereinigt und desinfiziert werden kann dieser Gesichtsschutz dann bei den Werdohler Kollegen, sagte Runte. Man helfe sich untereinander.

Sandra Horny wies darauf hin, dass noch jede Menge Stoff übrig ist und weitere Masken geschneidert werden könnten. Die Zelius-Leiterin und Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins ist unter den Rufnummern 0 23 92/6 14 87 und 0 23 92/ 8 08 78 01 sowie per E-Mail über info@stadtmarketing-neuenrade.de erreichbar.

Alle Informationen rund um das Coronavirus im Märkischen Kreis gibt es hier.

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