1000 Euro Klimaschutzpreis gehen an das Bergwaldprojekt

Einen Hektar Wald angepflanzt

Vor der eigentlichen Aktion und der Übergabe des Klimaschutzpreises gab es eine Art Einsatzbesprechung für die Freiwilligen des Bergwaldprojekts, die anschließend am Imberg Baumtriebe pflanzten.
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Vor der eigentlichen Aktion und der Übergabe des Klimaschutzpreises gab es eine Art Einsatzbesprechung für die Freiwilligen des Bergwaldprojekts, die anschließend am Imberg Baumtriebe pflanzten.

Das sind alles sogenannte Containerpflanzen“, zeigte Bergwaldprojekt-Vorstandsmitglied Peter Naumann den auf dem Imberg oberhalb des Kreuzweges erschienenen Neuenrader Freiwilligen einen der Setzlinge, die es am Samstagvormittag einzupflanzen galt. „Das bedeutet, dass sie ummantelt sind und so in den ersten Wochen überleben können, auch wenn kein Regen fallen sollte.“ Die künftigen Imberg-Bäume sind also vorerst Selbstversorger.

Gut gedeihen könne die bisher in deutschen Wälder vornehmlich angepflanzte Fichte bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von drei Grad Celsius. Ein solches Klima sei etwa in Norwegen anzutreffen, sagte Naumann. Hierzulande herrsche jedoch eine Durchschnittstemperatur von rund acht Grad. In Bordeaux liege der Schnitt bei 13 Grad.

Der deutsche Wald schwinde. Von dem, was es einst gab, „sind bis Ende des Jahres 400 Hektar verschwunden“, mahnte Naumann. Deshalb sei es so bedeutend, dass Neuenrade nun einen Hektar Wald anpflanze, sagte der Umweltaktivist zu Beginn der Aktion am Samstag. Gesetzt wurden 3000 Pflanzen – Stieleichen, Hainbuchen und Vogelkirschen. „Dazu sind in dem eingegatterten Gebiet bereits von allein neben den wild wuchernden Brombeeren neue Fichten und Vogelbeeren entstanden. Das ist nicht schlimm. Die können dort bleiben“, erläuterte er.

Die 3000 angeschafften Pflanzen hätten einen Einkaufswert von jeweils zwei Euro. „Bis sie zu Bäumen angewachsen sind, werden aber insgesamt Kosten in Höhe von 17 Euro pro Stück entstehen“, verdeutlichte Naumann, dass es mit dem Einsatz am Wochenende für die Bergwaldprojekt-Mitarbeiter trotz vorhandenem Wildschutz nicht getan ist. Sie hegen und pflegen die Bäume am Imberg nun, bis sie sich selbst überlassen werden können.

Bürgermeister Wiesemann (rechts) übergab den Umweltpreis an Peter Naumann vom Bergwaldprojekt.

Als ehemaliger Gärtnermeister in einer Baumschule, so Bürgermeister Wiesemann, wisse er das Engagement der Aktiven des Bergwaldprojektes sowie der beteiligten freiwilligen Bürger sehr zu schätzen: „Ich weiß, was Sie alle hier gleich leisten und ich danke Ihnen darum sehr“, betonte er.

Das Stadtoberhaupt unterstrich: „Wir sind gerade bei einer Naturkatastrophe gerade noch so mit einem blauen Auge davongekommen. Daran sieht man, wie notwendig es ist, solche Aktionen wie heute hier auf dem Imberg durchzuführen.“

Das sah auch Johannes Kober vom Energieanbieter Westnetz so. Deshalb überreichte er eine Urkunde und 1000 Euro: der Neuenrader Klimaschutzpreis 2021, den das Imberg-Projekt bereits vor seiner Umsetzung einstimmig vom Rat der Stadt zugesprochen bekam.

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