Waldorfschule Neuenrade erleben

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In den Räumen der Nachmittagsbetreuung OGT gab es beim Informations-Tag Bastelangebote für die Kinder.

Neuenrade - Nicht nur erklären, sondern erleben: Die Freie Waldorfschule Neuenrade stellte sich am Samstag zukünftigen Schülern und deren Eltern vor. Interessenten kamen aus dem gesamten Märkischen Kreis und darüber hinaus. Entsprechend viel los war in und um die Gebäude auf dem Remmelshagen.

„Die Praxis spielt bei uns eine große Rolle“, betonte Gesine Horn. Die Lehrerin für Eurythmie hatte in der Aula im Birkenhaus die Begrüßung der Gäste übernommen. Die Kinder und Jugendlichen auf der Waldorfschule Neuenrade lernten möglichst immer auch, ihr Wissen anzuwenden.

Als Beispiel diente das Nutzen von Mathematik bei Vermessungen im Gelände. Jeder Jahrgang wende das Erlernte auf andere Weise an. Erst- bis Viertklässler lernen zwei Instrumente. Die 3. Klasse kümmert sich um das Wohl der schuleigenen Schafe. Fünftklässler fahren eine Woche Segeln, und Sechstklässler Ski. Aktuell ist die 6. Klasse der Waldorfschule auf Ski-Tour in Österreich.

Der siebte Jahrgang fährt für ein Forstpraktikum in die Eifel. Achtklässler gehen aufs Wasser, entweder mit Kanus oder einem Segelschulschiff. In der Landwirtschaft auf einem Biohof packt die 9. Klasse mit an. Ältere Jahrgänge qualifizieren sich mit Betriebs- und Sozialpraktika für ein späteres Berufsleben.

Damit die Besucher des Info-Tages einen Einblick in die praktische Arbeit bekamen, gab es vielfältigen Vorführunterricht. Klassische Fächer wie Mathe, Musik, Französisch und Biologie standen ebenso auf dem Plan wie der sogenannte Hauptunterricht in der fünften Klasse, Schauspiel der Achtklässler und mehr. Lehrer Benjamin Baumgarten stellte den Werkraum vor. Dass die Fahrradausbildung fester Bestandteil der vierten Klasse ist, zeigte sich auf dem Schulhof. Über Rampen springende Mountainbikes brachten die Zuschauer zum Staunen und zeigten, dass die Fahrradausbildung am Remmelshagen über Verkehrserziehung hinausgeht.

Alle Detailfragen der Eltern zu Konzept, Abschlüssen, Schulweg und Finanziellem beantworteten Lehrer und Mitarbeiter der Verwaltung. Ein Forum samt Fragerunde im Buchenhaus fasste Vieles zusammen. Wen all die Eindrücke, Infos und die frische Luft des Waldes, in dem die Schule liegt, hungrig gemacht hatte, den beköstigte die 7. Klasse. Die Schüler boten bunt belegte Brötchen und frische Waffeln an.

Für zukünftige Erstklässler konnten handgefilzte Schultüten gekauft werden. Die Freie Waldorfschule besteht inzwischen im 21. Jahr. Derzeit werden 275 Jungen und Mädchen von der 1. bis 13. Klasse unterrichtet. Darum kümmern sich zurzeit 30 Lehrer. In der OGT, der Offenen Ganztagsbetreuung, sind zudem drei Lehrer und zwei Bundesfreiwilligendienstler beschäftigt.

„Der Zulauf ist enorm“, berichtete Schulsekretärin Elvira Klein erfreut: „Schon jetzt gibt es Erstklässler-Anmeldungen für 2019, 2020 und 2021.“ Es böte sich auch ein Quereinstieg an, beispielsweise für Jugendliche mit Realschulabschluss in die Oberstufe.

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