Freibadsaison neigt sich dem Ende zu

Trotz des guten Wetters war die Zahl der Kinder überschaubar.

Neuenrade - Das Verhalten der Menschen hat sich geändert. Früher reichte früh morgens ein Blick auf das Außenthermometer, um zu entscheiden, ob Freibadwetter ist oder nicht. Heute, und das scheint kein Neuenrader Phänomen zu sein, müssen es gleich Hitzephasen mit strahlend blauem Himmel sein, damit sich die Leute auf den Weg in die Freizeit-Oase machen. Diese Erfahrung machen die Bäderbetriebe nicht nur in der Region Sauerland.

Im Informationszeitalter vertrauen die Menschen offenbar eher ihrer Wetter-App als ihrem Gefühl und wenn die sagt, es besteht eine fünf-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass gegen 14.32 Uhr ein Wölkchen vorbeizieht, dann bleiben sie scheinbar lieber daheim.

Selbst um das Pfingstwochenende herum, das in dieser Saison mit Rekordzahlen protzte, dauerte es drei Tage, bis sich die „Neuigkeit“ vom stabilen Spitzenwetter herumgesprochen hatte. Am Top-Tag strömten dann 1432 Besucher durch die Schleuse am Eingang. „Im Juli hatten wir nochmals einen heißen Tag, der mit guten Zahlen in die Bilanz einfließt“, gibt Schwimmmeister Andreas Schönenberg beim Blick in die statistische Auswertung wieder und erklärt, dass die Marke von 1100 Gästen geknackt worden sei. In der Summe, und das sei für die Jahresbilanz entscheidend, waren es aber zu wenige Besucher. Eigentlich unverständlich, denn das Freibad Friedrichstal glänzt mit einem wirklich attraktiven Bad – inklusive Liegewiese, Sprung- und Beach-Volleyball-Anlage. Die Saison neigt sich nun dem Ende zu. Andreas Schöneberg kann das exakte Datum der Schließung noch nicht benennen: „Das entscheidet allein der Kämmerer der Stadt“. Gerd Schumacher teilte gestern mit, dass mit Ablauf des Freitag das Freibad für diese Saison geschlossen werde. Am Mittwoch werde man die Heizung abstellen – das Wasser bleibe bis zu Freitag warm genug.

Das vergangene Wochenende hat die Freibad-Besucher nochmals verwöhnt. Vor allem der Samstag glänzte mit Bilderbuchbedingungen. Ein Blick reichte aus, um zu erkennen, dass erstaunlich wenige Kinder und Jugendliche die Chance ergriffen hatten, denn es könnte schließlich sein, dass es das letzte Wochenende der Saison gewesen ist. Während die Erwachsenen im Becken ihre Bahnen zogen, ein paar Kinder auf der Rutsche tobten, verglichen sich ein paar junge Männer beim Volleyball im Sand – spektakulär und schweißtreibend. Wie gesagt: Das Bad hat einiges zu bieten und ist viel häufiger einen Besuch wert.

- Von Markus Jentzsch

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