Freibad öffnet später: Schwimmer kritisieren Stadt

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Das Becken muss erst fertig saniert werden.

Neuenrade – Die TuS-Schwimmer sind nicht begeistert, dass sich die Freibad-Eröffnung verzögert. Das Becken muss noch saniert werden. Doch auch an den eigenen Sportlern gibt es Kritik.

„Das Freibad wird frühestens am Wochenende 18./19. Mai eröffnet. Eher sogar noch später.“ Das kündigte Michael Schnelle, Vorsitzender der Schwimmabteilung im TuS Neuenrade, bei der Jahreshauptversammlung an. Und er schob hinterher: „Für die im Rathaus kommt der Mai jedes Jahr völlig unvorbereitet.“ 

Hintergrund: Der Winter hat erhebliche Spuren im Schwimmbecken hinterlassen. Die Schäden an der Beschichtung müssen erst noch beseitigt werden, bevor das Freibad wieder öffnet. 

Doch der Swimrun ist durch diese Verzögerung bislang nicht gefährdet. Die TuS-Schwimmer stecken mitten in den Vorbereitungen für die Zweitauflage am 25. Mai. Mit 30 Einzelstartern und neun Staffeln sind es weniger Anmeldungen als im Vorjahr, als 37 Erwachsene an den Start gingen

"Toller Haufen"

Gleiches Bild bei der Jahreshauptversammlung: Auch sie besuchten in diesem Jahr mit 37 Mitgliedern weniger als 2018, als 50 Schwimmer kamen. Kein sonderlich gutes Ergebnis. Die Schwimmabteilung hat aktuell 238 Mitglieder – vier mehr als zwölf Monate zuvor, wie Schnelle erläuterte. 

Zusammen mit dem SV08 Werdohl sind 48 Neuenrader im Mai 2018 nach Ratibor in Polen gefahren. Vielen sei die Busfahrt aber zu beschwerlich gewesen, weshalb die TuS-Mitglieder in diesem Jahr nicht mitfahren wollen. „Aber ich hoffe“, sagte Schnelle, „dass wir das im kommenden Jahr wieder schaffen.“ Neben einem Tagesausflug in den Freizeitpark Fort Fun unternahmen die TuS-Schwimmer eine Vier-Tages-Fahrt nach Jever. Freizeitwart Thorsten Kinkel ließ die Tour Revue passieren: „Wir sind schon ein toller Haufen, wenn wir zusammen etwas machen.“ 

Der sportliche Leiter Martin Hayduk blickte für die zurückliegenden zwölf Monate auf 765 Starts bei 18 Wettkämpfen zurück. „Dabei wurden vier Vereinsrekorde geschwommen – alle von Marcel Cordes“, betonte er. 

"Das schadet dem Verein"

Mit Kritik sparte er aber auch nicht: Knapp 13 Prozent aller für Wettkämpfe gemeldeten Schwimmer seien kurzfristig nicht angetreten. Und oftmals sei es so gewesen, dass Sportler, die sonntags beim Wettstreit noch krank gemeldet waren, montags wieder trainiert hätten. „Das schadet dem Verein“, gab Hayduk zu bedenken. 

Die Vereinsmeister Marcel Cordes und Bjarne Kinkel (l.)

Auch Wahlen standen an: Alle drei Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Neben dem Vorsitzenden Schnelle und Freizeitwart Kinkel war dies die zweite sportliche Leiterin Anja Heide. Zum Abschluss wurden noch die Vereinsmeister geehrt: Marcel Cordes stand in den vergangenen Jahren oftmals auf dem ersten Platz. Doch trotz seiner vier Vereinsrekorde musste er sich in der internen Wertung nun Bjarne Kinkel geschlagen geben. Dritte wurde Alexa Lauke.

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