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Freibad bald ganzjährig nutzbar? Vorschlag zur Aufwertung

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Von: Peter von der Beck

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Das Neuenrader Freibad Friedrichstal im März – es ist in die Jahre gekommen.
Das Neuenrader Freibad Friedrichstal im März – es ist in die Jahre gekommen. © von der Beck, Peter

Das Freibad Friedrichstal ist zweifellos in die Jahre gekommen, die Reparaturen häufen sich. Deshalb wird das Freibad-Areal eine Aufwertung erfahren.

Planungskosten wurden eingestellt in den städtischen Haushalt und die SPD-Fraktion hat Pläne über eine reine technische Sanierung hinaus, die das Bad ganzjährig nutzbar machen könnten.

Das Neuenrader Freibad hat viele Fans, es hat im Laufe der Jahre Anziehungskraft entwickelt, die über das Lokale hinausgeht. Nicht nur Neuenrader besuchen das Bad, sondern auch viele Dahler, Balver und Werdohler – und sogar viele Plettenberger kommen. Die Gäste mögen das Ambiente und die große Liegewiese. Familien schätzen auch die moderaten Eintrittspreise.

30.000 Euro an Planungskosten im Haushalt

Doch das Bad ist zumindest technisch nicht mehr up to date. Das Becken muss häufiger abgedichtet und modernisiert werden. Das haben auch die Verantwortlichen bemerkt und steuern dagegen. So wurden 30 000 Euro Planungskosten in den diesjährigen Haushalt eingestellt. Dazu gibt es einen einstimmig beschlossenen CDU-Antrag, der inhaltlich auf gründliche Planung und auf mögliche Fördertöpfe abzielt. In einem Fachausschuss hatte Kämmerer Gerhard Schumacher noch einmal drauf hingewiesen und gesagt, dass sich die Fraktionen doch einmal Gedanken dazu machen sollten.

Für die CDU ist dabei klar, dass sich das Projekt „ganz auf die technische Seite beschränkt“. Das betonte Fraktionschef Mark Hantelmann auf Nachfrage. Auch Vizefraktionschef Daniel Wingen, sagte das bei anderer Gelegenheit, wollte aber immerhin noch einmal nachhören bei der nächsten Fraktionssitzung.

FDP: „Grundsätzlich könnte man viel mehr machen“

Bei der FDP sieht man vor allen Dingen auch die technische Sanierung im Vordergrund. Was mögliche Wünsche und Vorstellungen darüber hinaus anbelangt, so habe man sich da zunächst noch keine konkreten Gedanken gemacht, ließ Jan Schäfer, Mitglied des FDP-Vorstands, wissen. Man sei natürlich kreativ und könne gegebenenfalls weitere Vorstellungen entwickeln. „Grundsätzlich könnte man da noch viel mehr machen“, sagte er auf Nachfrage.

Die SPD-Fraktion kann sich vorstellen, das Bad durch eine Traglufthalle ganzjährig nutzbar zu machen. Für die nächste Ratssitzung haben die Sozialdemokraten jetzt den Antrag eingereicht, die Verwaltung möge dies prüfen und auch grob die Kosten schätzen. „Aufgrund der Diskussion um ein Hallenbad und die Attraktivität des Freibads halten wir es für notwendig, dass alle Möglichkeiten der Veränderung geprüft werden“, erläuterte Mit-Fraktionschef Thomas Wette.

Nicht genug Platz für ein neues Hallenbad?

FWG und Grüne äußerten sich auf Anfrage zum Thema Freibad nicht. Kämmerer Gerhard Schumacher scheint durchaus aufgeschlossen – wenn es die Fördermöglichkeiten hergeben würden –, über die technische Sanierung hinaus das Freibad aufzuwerten. Gleichwohl sagte er auf Nachfrage, dass er nicht glaube, dass der Standort für das Freibad und einen möglichen Hallenbadneubau in Frage komme. Da sei seines Erachtens zu wenig Platz.

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