Künftig andere Öffnungszeiten

Freibad Friedrichstal: So fällt die bisherige Saisonbilanz aus

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Sind froh, ihr Freibad zu haben – egal bei welchem Wetter: „Hansa“ Kögel (links) und Hanna Menzel-Ulbrich haben für das Neuenrader Freibad und das Personal, das einen Betrieb auch in diesem Jahr ermöglicht, nur warme Worte übrig.

Neuenrade – Mehr als die Hälfte der Sommerferien ist vorbei. Normalerweise ist in diesen Wochen Hochsaison in den Freibädern, aber dieses Jahr ist alles anders.

Im Juni galten noch scharfe Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, jetzt dürfen zwar auch ins Neuenrader Freibad Friedrichstal wieder mehr Menschen kommen, das Wetter passt aber nicht so richtig. Andreas Schönenberg, Schwimmmeister im Neuenrader Bad, ist dennoch recht zufrieden. 

„Wir haben ein sehr umgängliches Publikum“, sagt Schönenberg. Die allermeisten der bislang knapp 5000 Badegäste, die seit Saisonstart am 31. Mai (Pfingstsonntag) kamen, hätten sich an die geltenden Regeln gehalten. Ein paar Ausnahmen habe es gegeben, zum Beispiel Verstöße gegen die im Eingangsgebäude geltende Maskenpflicht. 

Besuchern teilweise "Grenzen aufzeigen"

„Manchmal muss man die Leute wieder wachrütteln“, beschreibt der Schwimmmeister, dass sich einige Besucher des Ernstes der Lage nicht mehr bewusst seien. Er setze die Regeln durch: „Man muss Grenzen aufzeigen“, betont Schönenberg, lobt gleichzeitig aber, dass das in Neuenrade eigentlich immer funktioniere – auch beim jüngeren Publikum. 

Corona sieht Schönenberg für die laufende Freibadsaison als sekundäres Problem. Noch schlimmer für die Besucherzahlen seien die bislang wenig sommerlichen Temperaturen. „Im Juli hatten wir noch keine zwei Tage am Stück gutes Wetter“, ist Schönenberg enttäuscht. Von möglichen 500 Gästen pro Schicht – 140 dürften gleichzeitig in das große Becken – sind als Höchstwert bislang schätzungsweise 150 gleichzeitig da gewesen. Im Juni war die Besucherzahl noch auf 100 pro Schicht begrenzt – das Bad musste dreimal wegen Überfüllung schließen. 

Es kommen hauptsächlich bekannte Gesichter

In diesen Tagen sind Schönenbergs Gäste vor allem bekannte Gesichter. Stammgäste. So wie Hanna Menzel-Ulbrich und „Hansa“ Kögel. Beide erzählen, dass sie sehr froh seien, dass das Bad überhaupt geöffnet hat. „Unsere größte Sorge ist, dass das Freibad uns wegen der aktuellen Lage nicht dauerhaft erhalten bleiben könnte“, sagt Menzel-Ulbrich, die täglich zum Schwimmen vorbeikommt. Sie schätze das Angebot und das freundliche, bemühte Personal sehr. „Wir sind wie eine große Schwimmerfamilie.“ 

„Hansa“ Kögel stimmt ihr zu: „Die Saison ist dieses Jahr natürlich anders, aber das Schwimmen macht trotzdem Spaß.“ Für ihn als Schwimmer sei es ein Stück weit sogar von Vorteil, dass nicht so viele Menschen da sind. Denn natürlich schwimme es sich nun ruhiger und entspannter. 

"Ein anderes Arbeiten" für die Schwimmmeister

Etwas entspannter ist der Job auch für Schwimmmeister Andreas Schönenberg, wie er erzählt: „Es ist dieses Jahr ein anderes Arbeiten – die Menschen drubbeln sich nicht so.“ Mehr Stress wegen der einzuhaltenden Regeln gebe es nicht. Wie es wird, wenn einmal wirklich 500 Badegäste da sind, bleibe abzuwarten. Weil die Besucherzahlen bislang nicht annähernd die Grenze erreichten, fehle noch ein Erfahrungswert, sagt Schönenberg.

Ab sofort öffnet das Freibad Friedrichstal in Neuenrade am Wochenende bereits um 8 Uhr. Zu folgenden Öffnungszeiten kann das Freibad besucht werden: Montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen 8 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr. Zusätzlich ist das Freibad Friedrichstal dienstags bis freitags für Frühschwimmer von 6.15 bis 8.30 Uhr geöffnet.

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