380 Frauen stürmen Ladies Night im Baumarkt

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Eine Dessous-Modenschau ergänzte das umfangreiche Programm. Die Blicke des rein weiblichen Publikums blieben an der feinen Wäsche haften.

NEUENRADE - Frauen und Baumärkte – das passt durchaus zusammen. „Selbst ist die Frau“, wenn es darum geht, handwerkliches Geschick zu beweisen. Viele sind im Umgang mit Hammer und Meißel geübt und kennen die handwerklichen Kniffe ebenso gut wie die männliche Zunft. Was lag da näher, als eine Ladies Night im Einzelhandel für Bad/Sanitär, Bodenbeläge, Eisenwaren, Leuchten/Elektro, Werkzeug und Co. anzubieten?

Jens Hilgert vom Neuenrader Hagebaumarkt Arens und Hilgert weiß um die Attraktivität, die Baumärkte auch auf das vermeintlich schwache Geschlecht ausüben – sein Eindruck sei sogar, dass etwas mehr Frauen als Männer in den Bau- und Gartenmarkt kommen. Das heimische Unternehmen lud für Freitag zur ersten Ladies Night an den Hüttenweg ein; die Idee sei allerdings nicht neu, wie Hilgert verriet – die Holländer seien auf diesem Gebiet Trendsetter.

So verwandelte sich das Gartencenter an diesem Abend in eine reine Frauenwelt. Allerdings blieben die Elektrosägen und Häcksler stumm – im Areal der sonstigen Männerdomäne „Grillen“ wurde der rote Teppich für die Show ausgerollt, aus den Boxen der Musikanlage stimmten die Hits von Schmusesänger Eros Ramazzotti auf den Frauenabend ein.

Kurze Zeit später flanierten Models über den Laufsteg und präsentierten vor etwa 380 Frauen verträumte, sportliche und sexy Dessous. Die Blicke des Publikums bleiben an der feinen Wäsche haften – Wurzel-Turbo und Rosendünger waren zu diesem Zeitpunkt längst vergessene Waren in den Regalen.

Perfekter hatte der Veranstaltungstermin zudem nicht gelegt werden können – während die Fraune ihre Männer guten Gewissens zuhause vor dem Fernseher „parken“ konnten – spielte doch die Fußballnationalmannschaft im Prestige-Duell gegen Angstgegner Italien – waren sie im Baumarkt nicht nur unter sich, sondern gleichzeitig auch in ihrem Element.

Freundinnen, Mütter und Töchter, Kolleginnen genossen den Luxus, ohne die oft drängelnde „bessere Hälfte“ an Schmuck-, Schuh- und Wäscheständen zu stöbern, Wellnessangebote zu nutzen, sich über aktuelle Frisurtrends und Fotoshootings zu informieren und am köstlichen Tapasbüfett das Kalorienzählen diesmal komplett zu vergessen.

Von Susanne Riedl

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