Pläne rund um die Kirche vorgestellt

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Josef Brockhagen stellte die Pläne für 2014 vor.

Neuenrade - Wo entwickelt sich die Kirche hin? Eine Frage, die sich nicht nur die Obersten der katholischen Glaubensgemeinschaft stellen, auch die Neuenrader Gemeinde macht sich ihre Gedanken. Das wurde am Sonntagvormittag während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Gemeinde St. Mariä Heimsuchung deutlich.

Denn: Im Rahmen der Versammlung berichteten Antonius Wiesemann und Udo Overbeck über die Arbeit eines Gremiums, das sich seit Anfang des Jahres genau mit dieser Thematik befasst.

Der Kirchenvorstand, der Pfarrgemeinderat, der Förderverein sind an dem Arbeitskreis ebenso beteiligt wie Pater Matthias und die beiden Architekten Klaus Overbeck und Markus Zanger. Es geht darum, Ideen zu entwickeln, ein Konzept auf die Beine zu stellen, das die Kirche befähigt, den Anforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte standzuhalten.

Aufhänger war der geplante Innenanstrich. In diesem Zusammenhang stellte sich die Frage, ob es sinnvoll ist, jetzt viel Geld in einen Anstrich zu investieren, wenn vielleicht in ein paar Jahren Umbaumaßnahmen nötig würden. Um sämtliche Faktoren auf den Prüfstand zu stellen, wurde deshalb dieses Gremium eingerichtet.

„Wir sind noch in der Ideenfindungsphase“, erklärte Antonius Wiesemann und führte anschließend ein paar Aspekte auf, die in die Diskussion einflossen. Eine Modernisierung der Lautsprecheranlage kam in diesem Rahmen ebenso auf den Tisch wie Möglichkeiten, den Kirchenraum bei Bedarf zu verkleinern, um Energiekosten zu sparen. Ist es möglich, das Gotteshaus energetisch zu sanieren, die Anzahl und die Anordnung der Sitzplätze zu verändern? Sogar eine Verlegung des Altars sprachen die Beteiligten kurz an, schlossen diese Maßnahme aber aus. Das Problem ist, dass die Kirche bei „großen“ Gottesdiensten wie zum Beispiel an Ostern oder Weihnachten sowie bei Veranstaltungen und Konzerten die jetzigen Kapazitäten benötigt. Weil die Besucherzahlen an den „normalen“ Gottesdienstes generell eher rückläufig sind, stellt sich die Frage, wie man die Gestaltung diesbezüglich sinnvoll verändern kann.

„Wir wollen die Kirche auf jeden Fall erhalten. Das ist der zentrale Punkt. Aber wir müssen uns fragen, was wird tatsächlich in den nächsten Jahren benötigt. Der Punkt ist erreicht, an dem wir die Weichen für die Zukunft stellen müssen“, sagte Wiesemann.

Ansonsten scheint im Förderverein alles nach Plan zu laufen. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl auf 70 angewachsen, die finanzielle Situation ist gesund. 2014 wird es wieder ein Patronatsfest geben, inklusive Festhochamt und Dämmerschoppen, und einen Tick größer als 2013, erklärte der Vorsitzende Josef Brockhagen und kündigte auch die Durchführung eines Herbstfestes an. - von Markus Jentzsch

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