Flugplatzfest des LSV ist ein voller Erfolg

Jochen Funder demonstrierte sein Kunstflugkönnen in einer tschechischen, zweisitzigen Zlin 526. ▪

NEUENRADE ▪ Blauer Himmel, ein freies Rollfeld, Luftsportlerherz was willst du mehr, mag sich am Wochenende so mancher aus dem Organisationsteam des LSV Sauerland gedacht haben. Denn das letzte Flugplatzfest liegt schon einige Jahre zurück und die Wiederbelebung der Tradition war ein voller Erfolg, auch wenn die teils windigen Verhältnisse manchen Oldtimer-Flieger von der Anreise abgehalten haben mögen.

Trotzdem war der Vorsitzende Joachim Kneer mit der zweitägigen Veranstaltung mehr als zufrieden und war stolz auf die reibungslose Zusammenarbeit im Verein. Nur so sei dieses Fest realisierbar gewesen.

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Flugplatzfest in Küntrop

Für den Neustart hatten Kneer und Co ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Weil das Wetter mitspielte, fanden fast alle angekündigten Programmpunkte auch statt. Nur auf die Kunstflugeinlagen von Philipp Hilcker in seinem Pitts S-2a-Doppeldecker sowie dem Doppelschleppmanöver mit den beiden LSV-Segelfliegern Sebastian und Robin Horstmann musste das Publikum verzichten. Bedauerlich, aber die Sicherheit gehe nun mal vor, erklärte Kneer mit Blick auf die böigen Windverhältnisse. Welche Kräfte der Wind in einer gewissen Höhe entwickelt, davon konnten sich die Besucher während des spektakulären Kunstflugs des Segelflugasses Michael Spitzer überzeugen. Spitzer, der unter anderem 2008 die Deutschen Meisterschaften in der Advanced-Klasse gewann, startete mit einer Rauchanlage an den Flügelenden. So wurden nicht nur die präzisen Manöver in der Luft für alle nachvollziehbar – auch die Bewegung des extremen Sportgeräts, die der Wind verursachte, waren deutlich erkennbar. Spitzer stieg dennoch mit einem breite Grinsen im Gesicht aus seinem Flieger aus – Luftsport macht halt Spaß.

Während das LSV-Urgestein „Pilla“ Hoffmann als Moderator am Samstag gewohnt umfassend wie unterhaltsam durch das Programm führte, bekamen die Besucher sämtliche Facetten des Luftsports präsentiert. Auf dem Gelände in Küntrop sind vom Modellflug über den Motor- und Segelflug bis zum Fallschirmspringen alle Luftsportdisziplinen beheimatet, Kunst- und Hubschrauberflug inklusive – eine Ausnahmestellung in der Region. Zudem sei der Traditionsverein mit einer herausragenden Jugendabteilung gesegnet, wie der Vorsitzende erklärte.

Während der Samstag erwartungsgemäß ein etwas kleineres Publikum anlockte, stellte die Resonanz am Sonntag dann mehr als zufrieden. Familien breiteten Picknickdecken entlang der Startbahn aus, Väter zeigten ihrem Nachwuchs, wo etwas passierte und häufig standen die Gäste nur da, den Kopf in den Nacken geworfen, um die Action am Himmel zu verfolgen. „Das war mit Sicherheit nicht das letzte Flugplatzfest“, bilanzierte der Vereinsvorsitzende Joachim Kneer, während er den Blick entlang der vielen Fluggeräte und faszinierten Menschen streifen ließ. ▪ maj

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