Spaziergänger melden Fischsterben in Garbeck

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Am Sonntag fanden Spaziergänger in der Hönne hinter dem Gewerbegebiet Braukessiepen in Richtung Kläranlage zahlreiche Fischleichen. Die verständigte Untere Wasserbehörde wartet nun auf die Ergebnisse der eingeleiteten Untersuchungen.

[UPDATE 17 Uhr] Balve/Neuenrade - Ein Fischsterben in der Hönne in Balve-Garbeck ruft die Behörden auf den Plan. Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde und des Landesumweltamtes ermitteln. Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen allerdings noch aus.

„Wir stehen vor einem Rätsel“, wusste Tobias Gerken am Dienstag noch keine Antwort auf das Fischsterben in der Hönne. Der Sohn des Pächters Wilfried Gerken schritt die Hönne hinter dem Gewerbegebiet Braukessiepen in Richtung Kläranlage ab: „Hier lagen am Sonntag nur tote Fische.“ Bachforellen, Regenbogenforellen, Elritzen, Stichlinge und Mühlkoppen seien massenhaft verendet.

Tobias Gerken, Sohn des Pächters, mit einer toten Bachforelle.

Alarmiert darüber wurde die Pächterfamilie am Sonntag von Spaziergängern. Vom Ordnungsamt der Stadt Balve ging bei der Unteren Wasserbehörde gegen 17.20 Uhr ein Anruf über das Fischsterben ein, wie die Pressesprecherin des Märkischen Kreises, Ursula Erkens, auf unsere Anfrage mitteilte. Es seien Proben und Messungen vorgenommen worden und einige der Fische an das Landesumweltamt zur Untersuchung geschickt worden.

Unterhalb der Kläranlage zwischen Balve und Neuenrade wurden um die 100 Fischleichen auf einer Strecke von zwei Kilometer gezählt. Eingeschaltet wurde der Regierungspräsident in Arnsberg, der seinerseits das Umweltministerium des Landes informierte. In der Probenentnahmestelle Fröndenberg seien keine Schadstoffe festgestellt worden, so dass von einem „lokalen Ereignis“ auszugehen sei. Jetzt werde, so die Aussage der Pressesprecherin, auf Ergebnisse der Untersuchungen gewartet.

Gefundenes Fressen für Fischreiher

Ungestört davon hat sich bereits der Fischreiher hier bedient. Tobias Gerken: „Der findet einen gedeckten Tisch vor.“ Seit Sonntag hätte sich diese Vogelart den größten Teil der Fischkadaver gesichert, so dass jetzt nur noch vereinzelte tote Fische zu finden sind. Auf die mögliche Ursache angesprochen, zuckt er mit den Schultern und sagt: „Ich habe keine Ahnung.“

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