Firma Schniewindt: Appell an die Politik

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Marco Voge (links) mit seinen Besuchern und Dr. Sarah Schniewindt (2. von rechts).

Neuenrade - Was sich weltpolitisch so alles tut, das ist nicht gut für die Mittelständler, die sich in den vergangenen Jahren internationaler aufgestellt haben.

Die festen Rahmenbedingungen, die internationalen Regeln: All das ist futsch, die Planungssicherheit für Unternehmen bröckelt. 

Dr. Sarah Schniewindt, Geschäftsführerin der Schniewindt GmbH & Co. KG (175 Beschäftigte) und auch noch aktiv als tarifpolitischer Beirat beim Märkischen Arbeitgeberverband, sieht die Politik hier mehr denn je in der Pflicht, etwas zu tun, um die Stabilität zu gewährleisten. Und persönlich sieht sie durchaus, dass man sich als Mittelständler überlegen muss, ob man sich unter diesen Umständen internationalisieren solle, sagte Schniewindt im Rahmen einer Diskussionsrunde mit MdL Marco Voge, der mit Praktikantin sowie leitenden Pfarrern der evangelischen und katholischen Landeskirche zu einem Informationsbesuch bei Schniewindt weilte. 

Appell an die Politik

So richtet Dr. Schniewindt ein Appell an die Politik. „Als Europa stark auftreten, sonst werden wir zerrieben“. Zerrieben zwischen den Interessen von „China, USA und Russland“. Dabei hat Schniewindt durchaus schon leidvolle Erfahrung mit politischem Handeln gemacht. Der Boykott der Europäer gegen Russland hat das Neuenrader Unternehmen stark getroffen. Stichwort hier ist das Öl- und Gasgeschäft. In diesem Umfeld ist Schniewindt Zulieferer. 

Nun gestalten sich auch noch die Iran-Geschäfte kompliziert und auch das Geschäft mit China gestaltet sich nicht immer einfach, erläuterte Schniewindt. Allein die Marktmacht sei enorm, zudem würden die Chinesen knallharten Staatskapitalismus betreiben. „China ist ganz anders als alle anderen Märkte auf der Welt“. 

Schniewindt ist breit aufgestellt

Schniewindt ist aber breit aufgestellt. Elektro-Komponenten werden für den Maschinenbau geliefert, eben für die Energieindustrie aber auch der Bereich Verkehr inklusive Marine wird abgedeckt. Das, was Dr. Sarah Schniewindt so hört, kommt nicht von ungefähr. Nicht nur durch ihre Funktion als Geschäftsführerin bekommt sie einiges mit – auch im Rahmen ihrer Funktion beim Arbeitgeberverband (mit 460 Mitgliedsbetrieben einer der größten in NRW) hört sie das eine oder andere. 

MdL Marco Voge nahm das alles mit Interesse auf, er zeigte sich gut informiert und konnte von Firmen in seinem Beritt berichten, die schon jetzt unter Trumps Zollpolitik leiden würden. Zudem bot Voge der Firma Schniewindt Unterstützung an – über seine politischen Netzwerke auf NRW-Landesebene.

Von Peter von der Beck

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