Firma Büsche feiert Millionen-Investition

Die Geschäftsführer Friedrich Harr (links) und Fernando Sanchez.

Neuenrade - Mit rund 250 Gästen aus aller Welt, mit einer Live-Produktion, mit unterhaltsamen Vorträgen, guter Musik und viel Information über das Traditionsunternehmen feierte man bei der H. Büsche GmbH & Co. KG die Investition in Höhe von zwei Millionen Euro, die mit dem Neubau der 1800 Quadratmeter großen Halle, einherging.

Von Peter von der Beck

Damit setzt das Unternehmen ein Zeichen – nicht zuletzt auch für den Standort Neuenrade.

Die beiden Geschäftsführer Fernando Sanchez und Friedrich Harr begrüßten die Gäste, dankten alle Beteiligten an dem Neubau. Allen voran auch den Mitarbeitern, die sich auch an den Wochenenden mit engagiert hätten. Und die beiden erläuterten, dass sich die Investition schon jetzt auch dank neuer Software und Scannersystem bezahlt gemacht habe.

Klare Sache, dass die lokale Prominenz eingeladen war: Bürgermeister Antonius Wiesemann aber auch Alt-Bürgermeister Klaus Peter Sasse durften nicht fehlen. Wiesemann zeigte sich froh und dankbar, so ein Unternehmen in Neuenrade zu wissen. Der Hallen-Neubau von Büsche sei auch eine Investition in die Stadt Neuenrade und nicht nur eine in das Unternehmen. Es sei nun Aufgabe der städtischen Politik auch in ihrem Rahmen etwas für die Unternehmen zu tun. Zusammen mit der Wirtschaft gelte es zum Beispiel den Fundus an Fachkräften auszubauen.

Alt-Bürgermeister Klaus Peter Sasse seinerseits übernahm den Geschichtlichen Part der Firma Büsche. Auf unnachahmliche Art gelang es ihm die Entwicklung des Traditionsunternehmens anschaulich mit Leben zu füllen. Erzählte von der freiwilligen Betriebsrente, die Firma Büsche bar und in Umschlägen an pensionierte Mitarbeiter verteilte, verriet das eine oder andere über die Gesellschaftergeschäftsführer Fernando Sanchez und Friedrich Harr.

Geschäftsführer halfen am Wochenende

Am Rande der Veranstaltung war viel Gutes über das Unternehmen und die beiden Geschäftsführer zu erfahren. Dass die beiden am Wochenende mit bei der Renovierung angepackt hätten – das gebe es in Geschäftsführerkreisen sicher selten. Lob gab es von den Mitarbeitern. Man fühle sich wohl, davon zeuge auch die geringe Fluktuation.

Viel Mühe hatte man sich bei Büsche für die Party gegeben. Hatte mit dem Jens Dreesmann-Quartett für eine Top-Unterhaltungsband gesorgt, das Catering beim renommierten Hotel Seegarten gebucht. Es gab eine Live-Produktion im Werk, der bekannte Sportpsychologe Dr. Heiner Langenkamp (Mentaltrainer Borussia Dortmund) war für einen Vortrag (Motivation im Sport und am Arbeitsplatz) engagiert worden und am Abend gab es dann noch „Büsche Frontcooking-Buffets“ und die Aktion Büsche Benefit.

Büsche verbessert mit dem imposanten Hallenneubau die innerbetriebliche Logistik, schafft neue Maschinen an, will sich weiter als einer der Marktführer in seiner Nische positionieren. Von der Investition profitieren auch die Mitarbeiter, die Arbeitsplatzgestaltung wird verbessert. Durch diese Investition werde man in die Lage versetzt, den Kunden noch mehr zu bieten, könne die Kundschaft noch besser bedienen. Zudem werde man langfristig mehr Arbeitsplätze schaffen, hieß es seinerzeit von der Geschäftsführern des Unternehmens, Friedrich Harr und Fernando Sanchez. Büsche ist die Marke für hochwertige Vorhanggarnituren, Raffrosetten, Raff-, Zier-, Garderoben-, Handtuchhaken und Treppenstangenösen. Das alles wird allein in Neuenrade produziert.

Hochwertige deutsche Produkte

Made in Germany gehört zur Unternehmensphilosophie. Importieren und Umpacken – das kommt bei Büsche nicht in Frage. Hier werden vielmehr mit der Kombination aus Handwerk, CNC-Technik und Robotertechnologie hochwertige deutsche Produkte hergestellt. Große Schleif- und Polierroboter, etliche Drehautomaten, Trovalisierungsanlagen – all das zeigt, dass viel Investitionskapital in dem Betrieb steckt. Die Produkte sind hochwertig und auch hochwertig hergestellt. Die Hälfte der Produktion wird exportiert. Neben traditionellen Vorhanggarnituren oder Garnituren der Luxusklasse mit Swarovski-Kristallen oder Murano-Glas gibt es auch motorgetriebene Vorhänge. In Las Vegas wurden etliche Hotels mit der Garnitur Made bei Büsche ausgestattet; doch nicht nur Hotels sind Abnehmer – auch der Privatmann kann sich so etwas problemlos einbauen lassen.

Jetzt geht man bei Büsche noch weiter in die Offensive: Mit Veröffentlichung der Büsche-Kataloge 2015 wird das Angebot erweitert. Mit der Marke Tecdor werden Innovative Profile, Motorgarnituren und Bilderschienen für unterschiedlichste Anwendungen präsentiert. Das Produktportfolio wurde unter der Dachmarke Büsche neu strukturiert: Büsche Inside (Vorhanggarnituren und Accessoires für stilvolles Wohnen), Büsche Vion (Vorhanggarnituren und Accessoires für junges Wohnen) und Büsche Tecdor (Profile, Motorgarnituren und Bilderschienen für neues Wohnen).

Firma Büsche feiert Millioneninvest

Friedrich Harr, der 1972 bei Büsche anfing, hatte gestern übrigens seinen letzten Arbeitstag. Er hat seine Anteile an Fernando Sanchez verkauft, zieht sich zurück. Einen Nachfolger gibt es nicht. Fernando Sanchez wird alleiniger Chef, hält 20 Prozent an dem Unternehmen. 80 Prozent befinden sich im Besitz der Büsche-Nachkommen.

Die Firma Büsche blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Gründerfamilie Büsche wird erstmals vor mehr als 500 Jahren in den Urkunden der Stadt Neuenrade erwähnt. Die Büsches besaßen Kornmühlen, auch eine Holzschraubenfabrik wurde 1872 gegründet. Die heute bekannten Betriebsanlagen wurden ab 1902 erbaut. Heute werden mit rund 60 Mitarbeitern und modernen Maschinen Produkte für die Fensterdekoration gefertigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare