Ärger mit Umweltsündern

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Auch eine Flasche ist achtlos weggeworfen wurden. Dadurch kann im schlimmsten Fall sogar ein Waldbrand enstehen.

Neuenrade – Die Neuenrader SGV-Spitze ist sauer und ausgesprochen wütend über wilde Müllverschmutzungen.

Diese haben die Verantwortlichen der Abteilung Neuenrade im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) in den vergangenen Tagen verstärkt auf beliebten Wanderwegen und an Waldrändern in und um Neuenrade ausgemacht. Gudrun Sulzer, Vorsitzende der Neuenrader SGV-Abteilung, und Birgit Heinrich, Fachwartin für Naturschutz, haben absolut kein Verständnis für derartige Umweltsünden. 

Was die beiden Naturfreundinnen zusätzlich ärgert, ist die Tatsache, dass die Müllablagerungen ohne jede Rücksicht auf Wald und Flur erfolgt seien. „Bis zu den Regenfällen in dieser Woche wäre bei der Trockenheit auch ein Waldbrand durch achtlos fortgeworfenes Glas schnell möglich gewesen“, sagt Sulzer. Gerade in der Zeit von Corona, in der die Menschen zunehmend auf Wanderwegen Erholung und Ablenkung suchten, sei es völlig unverständlich, dass es immer wieder Menschen gebe, die sich offenbar aus Bequemlichkeit und Kostengründen über Gesetze und ein gutes Miteinander hinweg setzten. 

Die beiden SGV-Damen handelten jeweils zügig und informierten die Verwaltung. Ausdrücklich loben sie das schnelle Handeln der städtischen Mitarbeiter, die den Müll abholten. Eingesammelt wurden mehrheitlich: Flaschen, Plastikfolien, viele gebrauchte Taschen- und Küchentücher, aber auch Kabel. 

Die Müllablagerungen wurden unter anderem auf der Abzweigung eines Wanderweges oberhalb von Humke zum Remmelshagen gefunden, abgekippt war dort überwiegend Elektroschrott und eine Handsichel. Weiterer Müll lag auf der Einbuchtung gegenüber eines Waldweges in Richtung Waldorfschule. Direkt gegenüber der Einbuchtung hatte ein Umweltverschmutzer vier Gartenliegen „entsorgt“. Weitere Fundorte waren der Wanderparkplatz unterhalb der Skiwiese, dort war eine Sektflasche weggeworfen worden. Metallteile lagen auf dem Zugang zum Privatfriedhof Schniewindt in Berentrop. Auf dem Feldweg Friedrichsthal (Ortsausgang Neuenrade) hatte sich ein Unbekannter von einem Katzenbaum getrennt. 

Grundsätzlich begrüßen es die Verantwortlichen der Neuenrader SGV-Abteilung allerdings ausdrücklich, dass auch in der Hönnestadt während der Corona-Pandemie immer mehr Menschen das Wandern für sich entdeckten. Dieser Trend sei in Neuenrade jedoch schon vor Ausbruch der Pandemie zu beobachten gewesen und habe beim SGV zu einer positiven Entwicklung geführt. „Auf der bislang letzten Jahreshauptversammlung konnten wir einige neue Mitglieder begrüßen“, sagt Vorsitzende Sulzer. 

Wenn beim Wandern Müll anfalle, soll der zurück in den Rucksack oder die Tasche befördert werden, bittet der SGV. Was in den Wald hineingetragen werde, könne auch wieder hinausgetragen werden. „Die Scheußlichkeiten der Umweltverschmutzer reichen von achtlos weggeworfenen Papiertaschentüchern über Kaffee-to-go-Bechern bis hin zu Hausmüll und sogar Toilettensitzen“, sagt Birgit Heinrich, Fachwartin für Naturschutz. Offensichtlich scheuten einige Menschen den Weg zur eigenen Mülltonne und nutzten nicht den Bringehof.

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