Feuerwehreinsatz: Brennender Müll kann teuer werden

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Mal eben Paletten verbrennen – das geht nicht. Dann kommt die Feuerwehr und Bußgeld droht.

Küntrop - Wegen brennender Abfälle waren am Montagnachmittag rund 15 Feuerwehrleute der Löschgruppen Küntrop und Affeln im Einsatz.

Nach Feuerwehrangaben hatte ein Bauunternehmen im Bereich Dinneike in Küntrop unter anderem Holzpaletten verbrannt. Wie Einsatzleiter Heinz-Jürgen Böhmer erklärte, hatte ein Anrufer einen Kleinbrand gemeldet, der für eine starke Rauchentwicklung sorgte.

Die Feuerwehr löschte das Feuer und untersagte ein weiteres Abbrennen. Die Polizei nahm die Personalien der beiden Männer auf. Das diene in erster Linie der Feuerwehr, die auf diese Weise die durch den Einsatz entstandenen Kosten zurückfordern kann, sagt Polizeisprecher Dietmar Boronowski.

Weil das Holz nicht geklaut war und auch keine Brandstiftung vorlag, haben die Polizeibeamten keine Anzeige erstattet, seitens der Polizei würden keine weiteren Ermittlungen angestellt, sagt Boronowski. 

Trotzdem bleiben derartige Fälle in der Regel nicht ungestraft: Beim Anzünden von Abfällen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Das Ordnungsamt leitet solche Angelegenheiten an den Kreis weiter, der auch Sanktionen in Form von Geldstrafen verhängen kann. Wie hoch diese Strafe ausfällt, ist abhängig von der Art und der Menge der verbrannten Materials:

Handelt es sich um weniger als fünf Kubikmeter, dann kann ein Bußgeld zwischen 50 und 1500 Euro ausgesprochen werden, wie Kreissprecherin Ursula Erkens erläutert. Geht es um größere Mengen und gehören dazu Schadstoffe wie Öl oder Schaumstoff, können bis zu 100.000 Euro fällig werden.

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