Feuerwehr greift an überlaufenden Teichen ein

Am Samstag waren 38 Einsatzkräfte der Neuenrader Feuerwehr über mehrere Stunden in Iserlohn im Einsatz, um überflutete Keller und überlastete Abwasserkanäle leer zu pumpen.

NEUENRADE ▪ Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter der Neuenrader Feuerwehr. Der Dauerregen, aber auch andere Ereignisse am Freitagabend und Samstag hätten insbesondere den Löschzug Stadtmitte enorm gefordert, bilanzierte Stadtbrandinspektor Karsten Runte am Sonntag.

Am Freitagabend mussten die Brandbekämpfer gegen 18 Uhr zu einem Kleinbrand im Drahtwerk Elisental ausrücken, wo ein elektrischer Motor Feuer gefangen hatte. In der Nacht zum Samstag stand der erste witterungsbedingte Einsatz an: An der Dahler Straße war ein Baum umgestürzt, den es zu beseitigen galt.

So richtig gefordert wurde die Feuerwehr aber dann ab Samstagmorgen. So kam sie mit fünf Fahrzeugen und 38 Einsatzkräften aus Affeln, Küntrop und der Stadtmitte einem Hilferuf der Stadt Iserlohn nach, wo nach unwetterartigen Regenfällen die Ortschaften Hennen, Drüpplingsen, Sümmern, Kalthoff und Rheinen geradezu abgesoffen waren. Die Aufgabe der Helfer aus Neuenrade bestand darin, in Hennen in einem ganzen Straßenzug voll gelaufene Keller leer zu pumpen. Zur Entlastung von Schmutzwasserpumpen, die die enormen Wassermassen nicht mehr bewältigen konnten, pumpte die Neuenrader Feuerwehr in Hennen und Drüpplingsen auch einige Abwasserkanäle leer. „Da haben wir zeitweise bis zu 5000 Liter pro Minute abgepumpt“, blickte Stadtbrandinspektor Runte auf den Einsatz in Iserlohn zurück, der von 11.30 bis etwa 18 Uhr gedauert hatte.

Doch auch nach der Rückkehr nach Neuenrade wartete noch viel Arbeit auf die Feuerwehr. So musste sie am frühen Samstagabend An der Leye eingreifen, wo ein Teich übergelaufen war. Außerdem mussten in diesem Bereich Gullys gereinigt werden, damit das Wasser wieder geregelt abfließen konnte. Besondere Eile und beherztes Eingreifen war jedoch in der Winterlit geboten, wo gegen 18.30 Uhr der Feuerlöschteich überzulaufen begann. Um die unterhalb liegenden Häuser zu schützen, vertiefte die Feuerwehr mit Hilfe eines Baggers der Firma Ossenberg den Seitengraben an der Zufahrt und führte das Regenwasser auf diese Weise sicher ab. Noch bis 4 Uhr in der Nacht zum Sonntag waren einige Feuerwehrkräfte unterwegs, um an kritischen Stellen zu kontrollieren, ob mit weiterer Gefahr zu rechnen war.

Nach einer relativ ruhigen Nacht musste die Feuerwehr dann am Sonntagmorgen am Roder Weg in Küntrop und an der Bahnhofstraße in Neuenrade noch zwei Keller leer pumpen, ehe gegen 11 Uhr alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte wieder in die Gerätehäuser oder nach Hause zurückkehren konnten.

Stadtbrandinspektor Karsten Runte stellte fest, dass die Feuerwehr durch die zum Teil lange Einsatzzeit stark beansprucht worden war. Dankbar war er deshalb für eine nette Geste des Kaisergartens, der die Einsatzkräfte gegen 22 Uhr am Samstagabend mit einer warmen Mahlzeit versorgte. „Diejenigen, die in Iserlohn im Einsatz waren, haben dort zwar Verpflegung erhalten, aber die hat auch nicht alle erreicht. Deshalb hatten wir Kameraden dabei, die nach dem Frühstück am Samstagmorgen bis zum Abend nichts mehr gegessen hatten“, so Runte. Zwar hätten die Anwohner in Neuenrade den Helfern hier und da einen Imbiss zugesteckt, „aber bei solchen Bedingungen geht doch nichts über eine warme Mahlzeit“, so Runte. ▪ vg

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