Festumzug mit neuen Königspaar bestens besucht

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Das Königspar Sven und Katrin Gerdes

Neuenrade - Domenic Troilo musste schon schmunzeln: „Wir waren viel zu früh im Zelt“, sagte er zur Tatsache, dass der Wohnsitz des Königspaares Sven und Katrin Gerdes diesmal nur einen kurzen Weg nach dem Abholen ermöglichten – das Paar wohnt nur einen Steinwurf vom Festplatz entfernt.

Dafür war viel los: „Es standen dabei noch mehr Leute am Straßenrand als am Samstag.“ Viele jubelten Sven und Kathrin Gerdes zu, die in einer offenen zweispännigen Kutsche über die Erste Straße fuhr. Zudem ließen sich überraschend viele Besucher das Antreten der Kompanie Oberstadt und der Kompanie Unterstadt nicht entgehen.

Dabei werden besondere „Vergehen“ in den Kompanien geahndet. Arg traf es da Marvin Klimach; der Unterstädter war in die Oberstadt geschickt worden, um sich dort darüber lustig zu machen. Dafür musste er mit einer Perücke hinter einem Banner marschieren: „Kompanie Oberstadt ist geil“. Für den Festzug wurden Julian Rademacher und Ralf Hohmeister mit Einhörnern ausgestattet, weil sie sich der Kompanieführung widersetzt hatten.

Und am Neri-Haus kamen Christoph Brockhage und Robin Mumford in den Genuss, ein Glas Bier zu leeren. „Was ist denn daran die Strafe?“, wollte Robin Mumford wissen, der ebenso wie sein Kamerad Brockhage wegen der Nichtbeachtung der Kleidungsvorschrift vortreten musste. Kurzarmige Hemden sind nämlich unerwünscht, dagegen sind schwarze Socken ein Muss – damit jeder seine Lektion lernt, gab es ein kühlendes Getränk. In dieses war jeweils ein Schuss Korn gegeben worden, was das Trinken deutlich erschwerte. Aber erst, als beide bis auf den Grund ihres Glases vorgestoßen waren, hatten sie genügend Abbitte geleistet.

 Und Peter Petzold hat ab sofort eine Straßenkarte von Neuenrade sowie einen Raumplan vom Kaisergarten am Mann, auf dass er keine Sitzung mehr verpasse. Im Zelt ließen es die Schützen nochmal krachen, wozu auch Domenic Troilo beitrug.

Dieser posierte zur Titelmusik aus dem Film „Neuneinhalb Wochen“ an einer Stange. Als Zugabe tanzte er zu „Je tàime“. Hiermit hatte „Frau Oberst“, Sabine Sip, nur den Dienstplan erfüllt, auf dem sie von Troilo aufgefordert worden war, diese Stange für ihn vor der Bühne aufzubauen. „Herr Oberst“, Björn Sip ließ Troilo dann antreten, um dessen Tanzkünste unter Beweis zu stellen. Das Publikum hatte seinen Spaß daran, und auch der Akteur.

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