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Fest entschlossen: Es wird gefeiert wie vor der Pandemie

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Von: Michael Koll

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Der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Sebastian Küntrop um den Vorsitzenden Christian Stein (rechts).
Der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Sebastian Küntrop um den Vorsitzenden Christian Stein (rechts). © Michael Koll

Die Küntroper Schützen sind fest entschlossen, in diesem Jahr wieder Schützenfest zu feiern. Bei der Jahreshauptversammlung gab es aber auch noch andere Themen ‒ erfreuliche wie unerfreuliche.

Küntrop ‒ „Es wäre – gelinde gesagt – eine Katastrophe, wenn wir ihn verlieren würden“, sagte Christian Stein. Der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Küntrop lobte seinen Geschäftsführer. Patrick Bexten war eigentlich ein wenig amtsmüde.

Doch vor den Vorstandswahlen bei Jahreshauptversammlung am Sonntagvormittag konnte der restliche Vorstand Bexten von einer weiteren Amtszeit überzeugen. Wie wertvoll das sein könnte für die Schützen, zeigte sich allein in den ersten Tagen des noch jungen Monats.

Anfang Mai hatte Bexten einen Förderantrag beim Land gestellt. Über das Programm „Neustart miteinander“ werden Veranstaltungen, die nach der Corona-Zeit eine Rückkehr zur Normalität einleiten sollen, finanziell unterstützt, wenn sie Verluste einfahren.

Ein solcher Verlust sei beim Schützenfest am Wochenende rund um den 25. Juni zwar nicht vorprogrammiert, aber durch Preissteigerungen für Thekenkräfte, Schausteller und Getränke letztlich auch nicht auszuschließen, argumentierte Vorsitzender Stein, weshalb der erfolgreiche Antrag von Bexten für die St.-Sebastian-Schützen noch wertvoll werden könnte.

Stein berichtete zudem, dass seit der vorigen Jahreshauptversammlung Ende Juni ein Team im Vorstand die Überarbeitung der Vereinssatzung in Angriff genommen habe und gut vorankomme. Spätestens bei der nächsten Mitgliederversammlung im Januar solle der Satzungsentwurf vorgestellt werden.

Der Hallenboden wurde saniert. Der Umbau eines Teils der Halle zu einem Dorfcafé – finanziert gemeinsam mit der Stadt Neuenrade –- sei noch nicht vorangeschritten. „Der Bauantrag wurde im April 2021 gestellt, ist aber bis heute nicht genehmigt“, erklärte Stein. Ein neuer Brandschutzplan müsse wohl vorher noch aufgestellt werden. Weiter betonte der Vereinsvorsitzende: „Baumaterial zu bekommen ist derzeit ohnehin schwierig, zumal zu den Preisen, mit denen wir ursprünglich einmal kalkuliert haben.“

Abschließend sagte der Vorsitzende: „Beim Osterfeuer war ich erstaunt, wie viele Leute wieder auf einem Fleck beisammen sein können.“ Folglich stehe auch einem Schützenfest nichts im Wege, zeigte er sich zuversichtlich. „Lasst uns in diesem Jahr feiern, als ob es Corona nie gegeben hätte“, rief Stein aus. Der Vorstand plane derzeit „ein Fest wie 2019“. Allerdings werde erst in den kommenden Wochen mit den einzelnen Schaustellern verhandelt.

Die Entscheidung über den Bierpreis überließ der Vorstand der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft am Sonntag den Mitgliedern. Mit 26 zu zehn Stimmen votierten die Anwesenden in der Schützenhalle dafür, den Preis für ein 0,2-Liter-Glas im Vergleich zu 2019 unverändert bei 1,50 Euro zu belassen.

Im Rahmen des Kassenberichts sprach Stein von einem „Aderlass“ bei den Mitgliederzahlen – aufgrund vieler Verstorbener und auch von Austritten. Aktuell seien es im Gesamtverein noch 499 Mitglieder. Doch die Jungschützen beispielsweise hätten ohne Abgänge neun Neuaufnahmen zu verzeichnen, wuchsen damit auf 23 Aktive.

Zudem hätten im Berichtszeitraum umfangreiche Steuernachzahlungen geleistet werden müssen, doch dafür seien im Vorfeld Rückstellungen gebildet worden. Gleichwohl sei es nicht ganz zu vermeiden gewesen, dass ein kleines Minus in der Kasse verzeichnet werden müsse.

Bei den Vorstandswahlen wurden neben dem Geschäftsführer Bexten folgende Personen gewählt: Maximilian Kontowski bleibt Verpflegungswart, Alexander Knoblauch Hauptmann und Kai Tönnesmann 1. Offizier.

Neuer 2. Ordonanzoffizier ist der bisherige 2. Beirat Marcel Griesenbruch. Dessen vorherigen Posten übernimmt Ralf Pröpper. Als 6. Beirat folgt auf Ralf König Robin Mütherich, der bisherige 1. Jungschütze. Neuer Leiter der Jungschützen ist fortan dessen vormaliger Stellvertreter Luca Henke. Neuer 2. Jungschütze ist Klaas Raphael.

Der bisherige 2. Ordonanzoffiziert Andreas van der Linde scheidet nach 16 Jahren aus dem Vorstand aus. Er wurde von der Versammlung in die Ehrenabteilung berufen. Zum neuen Ehrenvorsitzer wurde Klaus Stein gewählt.

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