Ferienspaß: Schauspielerei und Hüttenbau

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Bei den Proben für ihre Theateraufführung waren einige der Kinder noch unverkleidet. Am Samstag um 13 Uhr stehen sie auf der Bühne im Jugendzentrum – unter anderem in der Kulisse, die im Bild zu sehen ist – und spielen das Stück „Ein Bär namens Sonntag“.

Neuenrade - Im Laufe der Ferienspaß-Woche haben Neuenrader Kinder allerlei auf die Beine gestellt. Eine Gruppe hat im Jugendzentrum (JZ) ein Theaterstück einstudiert, während die Naturliebhaber unter den Kindern trotz Wind und Wetter am Waldstadion einen Trimm-dich-Pfad und ihr eigenes Dorf errichtet haben.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung am Samstag präsentiert die Theatergruppe das Stück „Ein Bär namens Sonntag“. Das hat JZ-Leiterin Gabi Bildstein-Ulianowsky in freier Bearbeitung der Erzählung des Autors Axel Hacke für die Kinder geschrieben und weiter ausgeschmückt. Eine Geschichte, die zu Herzen geht, soll es sein: „Die Grundidee des Autors ist die unzertrennliche Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und seinem Lieblingsspielzeug“, erzählte Bildstein-Ulianowsky. Da der Inhalt der Geschichte für ein ganzes Theaterstück nicht ausreichte, habe sich die JZ-Leiterin noch mehr Dialoge ausgedacht und dabei viele Ideen der Kinder aufgegriffen.

Der Text jedenfalls saß bei den meisten jungen Schauspielern gegen Ende der Woche schon nahezu perfekt – ganze Szenen wurden in den Proben frei und betont vorgespielt. Und doch war einiges an Organisation nötig, damit im entscheidenden Moment auch jeder weiß, wann er auf die Bühne muss und welchen Text er abzurufen hat. Tanzeinlagen sollen den heutigen Auftritt abrunden.

Viel mehr zur Kulisse, zu den Kostümen und zum Inhalt der Geschichte wollten die Kinder noch nicht verraten – für die Zuschauer soll die Aufführung Überraschungen bieten. Eine Anekdote aus der Vorbereitungszeit: Das Kostüm der Hauptfigur, des kleinen Bären, musste eine weitere Öffnung bekommen, damit die Darsteller darunter besser Luft bekommen. „Eine fachkundige Näherin, die im benachbarten Altenzentrum wohnt, hat kurzerhand die Näharbeiten übernommen“, sagte Bildstein-Ulianowsky. Gute Nachbarschaft zahle sich eben aus.

Bilder vom Ferienspaß:

Ferienspaß im Jugendzentrum

Außerhalb des Jugendzentrums tobten sich die Kinder der anderen Gruppe aus. Neben dem Waldstadion bauten sie ihr eigenes Dorf. Eine Waldhöhle mit Moos und Blättern, eine Polizeistation mit Dach aus alten Decken und Tapeten sowie eine Sparkasse mit Geldautomaten aus Erde und alten Konservendosen – der Aufbau war ein ganzes Stück Arbeit. Das Wetter hatte den kleinen Architekten und Bauarbeitern das Leben allerdings schwer gemacht. „Nach dem verregneten Mittwoch war alles zerstört und musste neu aufgebaut werden“, sagte Maria Ouroumis, die die Kinder betreut.

Das Dorf hatte noch mehr zu bieten: Eine Saftbar, an der die Betreiber ihren Mitstreitern frisch gepressten Orangensaft verkauften, ein Schmuckladen mit selbstgebasteltem Schmuck und zwei Kioske, an denen die Kinder unter anderem Waldfrüchte und Pilze kaufen konnten. Bezahlt wurde alles in „Neuronen“, der dorfeigenen Währung. Die lilafarbenen Taler mit grünem „N“ hatten die Jungen und Mädchen aus Tonpapier selbst gebastelt.

Für die Fitness entstand außerdem ein Trimm-dich-Pfad mit Hindernissen für das Parcours-Laufen und Baumstämmen zum Balancieren. Gestern räumten Kinder und Helfer alles wieder auf, um den Wald nicht verschmutzt zu hinterlassen. Die Ferienhelfer, die sich um die Kinder kümmerten, sind Sawas Apostolidis, Jan Peters, Naike Klüppelberg, Nina Schlotmann, Mino Piccinni, Fabian Herwig und Christian Wulf.

Das Theaterstück „Ein Bär namens Sonntag“ wird heute um 13 Uhr im Jugendzentrum Neuenrade aufgeführt. Eltern, Großeltern, Geschwister und Ehrengäste sind dazu eingeladen. Nach der Aufführung gibt es Waffeln, Kaffee und kalte Getränke. Einlass ist um 12.45 Uhr. 

Von Kristina Köller

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