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Ferienmaßnahme wird wieder angeboten: Geschichte erfahren in Ysselsteyn

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Von: Peter von der Beck

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Auf dem Soldatenfriedhof in Ysselsteyn werden die Inschriften der Kreuze mit Farbe erneuert.
Auf dem Soldatenfriedhof in Ysselsteyn werden die Inschriften der Kreuze mit Farbe erneuert. © Privat

Der Friedhof in Ysselsteyn in der niederländischen Provinz Limburg beherbergt 33 000 gefallene Soldaten aus den beiden Weltkriegen. Und der Anblick der vielen Gräber muss beeindruckend sein.

Seit mehr als 30 Jahren finanziert die Stadt Neuenrade mithilfe großzügiger Spender einen längeren Aufenthalt für Jugendliche ab 16 Jahren in Ysselsteyn.

Dort werden die Inschriften der Kreuze mit Farbe erneuert. Diese Arbeit muss immer wieder gemacht werden, da die Schrift mit der Zeit verblasst. Auch gibt es ein von der dortigen Jugendbegegnungsstätte angebotenes Programm wie die Vorstellung von Einzelschicksalen oder das Kennenlernen von Zeitzeugen.

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Viele Freizeitangebote

Doch die Jugendlichen befassen sich nicht nur mit den Schicksalen der gefallenen Soldaten. Es gibt auch Freizeitangebote. Das reicht vom Einkaufsbummel bis hin zu Bowling, Minigolf oder dem Museumsbesuch. Ein Freizeitpark ist in der Nähe. Auch stehen ein Fußballplatz und ein Beachvolleyballfeld zur Verfügung. Bislang kam die Neuenrader Jugendgruppe immer in einer Jugendbegegnungsstätte unter.

Zuletzt wurde die Fahrt 2019 angeboten, dann kam Corona. Jetzt besteht wieder die Möglichkeit, nach Ysselsteyn zu fahren. Denn: Sabine Protzer, die gemeinsam mit Freddy Sip bisher immer als Aufsichtsperson die Gruppe begleitete, hat wieder ihre Teilnahme zugesagt, hieß es am Dienstag im Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales.

Bürgermeister: „Eine unheimlich wichtige Veranstaltung“

SPD-Fraktionschefin Ulrike Wolfinger trommelte ausdrücklich für diese Veranstaltung. Auch Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) lobte die Ysselsteyn-Fahrt als gutes Angebot, um die deutsche Geschichte aufzuarbeiten. „Eine unheimlich wichtige Veranstaltung.“ Es sei schon beeindruckend, wenn man über die kleine Anhöhe komme und auf die Gräber blicke. „Jedes Kreuz ein Schicksal.“

Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür, die Fahrt wieder anzubieten. Auch der Rotarier-Club unterstützt das Angebot. Ein Termin muss mit der Jugendbegegnungsstätte noch abgesprochen werden. Klar ist der Teilnehmerbeitrag. Er beläuft sich auf 50 Euro pro Person.

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