Interkommunale Betreuung in den Ferien?

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Zur Ganztagsbetreuung gehört auch eine tägliche, warme Mahlzeit.

Neuenrade - Ende Januar gab es zum Thema Ferienbetreuung eine Zusammenkunft, an der auch die Stadtverwaltung beteiligt war. Eine zeitliche Betreuung für die gesamte Ferienzeit könnte vielleicht interkommunal möglich sein. Zudem habe man den Eindruck, dass der Bedarf in Neuenrade nicht all zu groß ist.

Schon länger wird öffentlich in Neuenrade aus der Bevölkerung heraus gefordert, in den Ferien die Betreuungszeiten auszuweiten, um Familien zu entlasten, bei denen beide Elternteile arbeiten.

Das von der OGS oder dem Jugendzentrum bereitgestellte Angebot in den Ferien reiche dabei nicht aus, hatte durchaus vehement eine Bürgerin ein verbessertes Angebot gefordert.

Der Stein kam ins Rollen. Grundschulleiter Awerd Riemenschneider hatte vor diesem Hintergrund in Kooperation mit der Verwaltung zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Die fand Ende Januar statt. Im Vorfeld hatte sich die Verwaltung bereiterklärt, dabei koordinierend unter dem Stichwort „Kostenneutralität“ tätig zu werden.

Am Montag berichtete Hauptamtsleiter Dierk Rademacher auf Nachfrage von dem Gespräch. Demnach sei es sicher möglich, durch Abstimmung die Situation zu verbessern. Aber wenn die kompletten Ferien abgedeckt werden müssten, sollten die Eltern vielleicht „knapp über die Ortsgrenzen hinaus“ nachschauen, was dort an Ferienbetreuung angeboten wird. Dazu könne man vielleicht noch die Vereine mit ins Boot holen. Möglicherweise könnten hier für die übernächste Saison auch die Ferienfahrten angepasst werden.

Was die Betreuung von älteren Kindern anbelangt, so sei hier nicht klar, ob ein Bedarf herrsche. Man habe bei Gemeinschaftsschulleiterin Astrid Wagner-Tillmann nachgehakt, welche ihrerseits noch nichts von einem Bedarf an ihrer Schule gehört habe.

Wie dem auch sei: Schulamtsmitarbeiterin Monika Arens jedenfalls wird nachhören, ob es interkommunale Möglichkeiten gebe. Unabhängig davon stelle sich die Frage, so Rademacher, um wie viele Kinder es denn gehe. Er gehe davon aus, dass es aller Wahrscheinlichkeit nicht viele seien. Und: Es gibt auch durchaus schlechte Erfahrungen der Verwaltung mit Beteiligung an Ferienangeboten. Rademacher berichtet von einem Angebot für die Weihnachtsferien für acht Kinder, für das viele Hebel in Bewegung gesetzt worden seien. Erzieherin wurden demnach genauso geordert wie acht Mittagessen. Das Ergebnis: „Nur ein einziges Kind nutzte das Angebot“.

Hauptamtsleiter Rademacher stellte klar, dass man versuche, eine saubere Bestandsaufnahme zu machen und weitere Möglichkeiten zu eruieren. Auf jeden Fall gebe es wohl noch eine weitere Gesprächsrunde.

Von Peter von der Beck

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