Bauboom hält an

Auf dem Felde II: Nach den Sommerferien entsteht das erste Haus

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Die Planung steht, die vorbereitenden Erdarbeiten laufen: Im Baugebiet Auf dem Felde II in Affeln soll nach den Sommerferien das erste Haus entstehen.

Neuenrade – Das Neubaugebiet Auf dem Felde II in Affeln ist in Arbeit. Peu à peu werde derzeit der Mutterboden abgetragen, mit dem Bau des ersten Hauses werde nach den Sommerferien begonnen.

Dies sagte Investor und Bauunternehmer Dietmar Brinkmann jetzt auf Anfrage der Redaktion. 

Brinkmann betonte, dass er mehr Vorlauf benötige. Durch den Rechtsstreit habe sich die Angelegenheit eben verzögert, er benötige deshalb mehr Zeit. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte das Oberverwaltungsgericht in Münster den Eilantrag eines ortsansässigen Landwirtes zurückgewiesen. Der hatte beantragt, den Bebauungsplan vorläufig außer Vollzug zu setzen. Eine Normenkontrollklage strengte er anschließend vor Ablauf der Frist aber nicht mehr an. 

Landwirt hat Angst vor Klagen

Der Landwirt sieht das Baugebiet kritisch, da er Klagen von späteren Anwohnern wegen Geruchsbelästigungen fürchtet, wenn er seine Schweinezucht ausbaue. Einige Anwohner des bestehenden Gebietes Auf dem Felde sind von dem geplanten Baugebiet nicht begeistert. Sie befürchten einen nicht ausreichenden Umweltschutz, die Gefährdung einzelner Tierarten oder sind mit der baulichen Ausgestaltung nicht einverstanden. 

An der Werdohler Straße lässt Brinkmann mehrere Bungalows bauen.

Investor Brinkmann erwähnte im Gespräch mit der Redaktion, drei Viertel der 18 Grundstücke seien an Affelner verkauft worden. Dass es eine Landflucht in Richtung Ballungsräume gebe, könne er somit nicht bestätigen. Bauunternehmer Dietmar Brinkmann hat ansonsten auch in Corona-Zeiten sehr gut zu tun. „Es wird nicht ruhiger.“ Möglicherweise komme das später. 

Wollen Menschen weg aus Werdohl?

Vor allem, seit er an der Werdohler Straße baue und die Menschen den Baufortschritt sehen würden, erhalte er verstärkt Anfragen und Anrufe. „Viele Menschen wollen aus Werdohl weg“, hat Brinkmann dabei festgestellt. Erst jüngst hätten zwei Familien aus der Nachbarstadt ihr Haus dort verkauft, wollten sich stattdessen in Neuenrade mit einem Brinkmann-Bungalow niederlassen. Mehrere Bungalows lässt der Bauunternehmer an der Werdohler Straße hochziehen, zudem ein größeres Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen ab 70 Quadratmeter. 

Dass sich Werdohler verstärkt in Neuenrade niederlassen, konnte Stadtverwaltungsmitarbeiterin Deborah Carbone, in deren Ressort die Anmeldungen fallen, allerdings nicht bestätigen. Wohl aber, dass Neuenrade sich zu einem beliebten Wohnort entwickele. „Es lassen sich Bochumer, Hagener oder Menschen aus Soest in Neuenrade nieder. Es ist eben schön und ländlich bei uns“, sagte Carbone.

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