Auf dem Felde II: Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen

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Ob im Grenzgebiet zwischen Affeln und Altenaffeln das Baugebiet Auf dem Felde II entstehen darf, möchte das Oberverwaltungsgericht noch in diesem Jahr entscheiden.

Neuenrade - Noch in diesem Jahr will der zuständige Senat des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Münster über den Eilantrag zum geplanten Baugebiet Auf dem Felde II entscheiden. Das teilte OVG-Pressesprecherin Dr. Gudrun Dahme auf Anfrage mit. Derzeit würden die Akten noch beim Rechtsanwalt des Antragstellers liegen.

Zum Hintergrund: Beim Oberverwaltungsgerich in Münster wurde eine Normenkontrollklage eingereicht. Am 26. September hat ein Privatmann gegen die Stadt Neuenrade Klage erhoben. Und da eine Klage keine aufschiebende Wirkung habe, sei eben ein Eilverfahren beantragt worden, hieß es seinerzeit von der Sprecherin. 

Bebauungsplan wird geprüft 

Geprüft werde nun vom Gericht, ob die Norm – der Bebauungsplan – inhaltlich und formal in Ordnung sei. Vereinfacht dargestellt geht es auch darum, welches Recht höherrangig ist: Das des Privatmanns als Anlieger oder das Recht der Stadt, ein Gebiet bebauen zu lassen. 

Gegen das Baugebiet, das im Grenzgebiet zwischen Affeln und Altenaffeln liegt, gibt es von einigen Anliegern Widerstand. Ein an das Baugebiet angrenzender Landwirt befürchtet, dass ihn das Baugebiet bei seiner Erwerbstätigkeit einschränken könnte. Hintergrund ist, dass in dem Betrieb Schweine gezüchtet werden und dabei Emissionen entstehen. Es gibt Geruchsgutachten und demnach sind die Emissionen des Betriebs bei gewissen Abständen im Grenzbereich. Dieser liegt nach Ansicht des Märkischen Kreises im Toleranzbereich. 

Für Verwaltung ein wichtiges Projekt 

Der Landwirt hält das aber nicht für gerichtsfest und fürchtet mögliche Klagen. Daher ist er gegen das Baugebiet. Auch Privatleute, die in der Nachbarschaft des Gebietes wohnen, sind gänzlich gegen den Plan oder in der vorliegenden Form. Sie haben inhaltliche Bedenken, die von nicht ausreichender Würdigung des Umweltschutzes, über Gefährdung einzelner Tiere, bis zur baulichen Ausgestaltung reichen. 

Für den Rat und die Stadtverwaltung geht es um die Zukunft der Dörfer Affeln und Altenaffeln. Angesichts der demografischen Entwicklung und der Strukturen hält die Mehrheit der Ratsmitglieder und die Verwaltung (angeleiert wurde das Verfahren noch unter Bürgermeister Klaus Peter Sasse) das neue Baugebiet in Sachen Dorfentwicklung für besonders wichtig. Mit neuen Bürgern könnten die dörflichen Strukturen erhalten bleiben.

Von Peter von der Beck

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