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FDP gegen Schließung des Freibades

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Von: Markus Wilczek

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Die Zukunft des Freibads ist offen.
Die Zukunft des Freibads ist offen. © Koll, Michael

Im Rahmen der Haushaltsplaneinbringung hatte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) in der vergangenen Woche versucht, Bevölkerung und Lokalpolitik auf bevorstehende finanziell schwere Zeiten vorzubereiten.

So deutete das Stadtoberhaupt mögliche drastische Sparmaßnahmen an und überraschte mit der Aussage, dass es sicherlich offen sei, ob das beliebte Freibad Friedrichstal im nächsten Sommer wieder öffnen werde.

„Stark verwundert“ über diese Aussage zeigt sich Jan Schäfer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP. Die Zukunft des Freibads in Frage zu stellen, sei scheinbar ein Alleingang des Bürgermeisters und nicht mit den Fraktionen abgestimmt gewesen. „Zumindest nicht mit der FDP-Fraktion“, so Schäfer.

Freibad „wichtiger Teil der Infrastruktur“

Das Neuenrader Freibad sei ein wichtiger Teil der Infrastruktur und Daseinsvorsorge. „Aus Sicht von Bürgern, die ein Haus mit Grundstück haben und einen Pool im Garten aufbauen können, erscheint das Freibad vielleicht nicht so elementar wichtig. Aber Bürger, die in Wohnungen leben, sind mit ihren Kindern auf dieses Freizeitvergnügen im Sommer durchaus angewiesen“, so Schäfer. Die Besucherzahlen zeigten, dass das Freibad aus allen Teilen der Bevölkerung und auch aus anderen Kommunen in der Region „gut und gerne“ angekommen werde.

Genutzt werde das Freibad auch von Vereinen, die durch die Corona-Pandemie schon erheblich belastet seien. „Gerade diese Vereine gilt es doch jetzt noch mehr zu unterstützen als vor der Pandemie. Corona hat uns gezeigt, wie wichtig Schwimmkurse und ähnliches für unseren Nachwuchs sind“, meint Schäfer.

Unnötig Unruhe geschaffen?

Durch die Äußerung über eine mögliche Schließung werde unnötig Unruhe in der Bevölkerung geschaffen. „Und die Prioritäten werden durch den Bürgermeister hier leider falsch gesetzt. Offensichtlich weiß er nicht, welche Bedeutung das Freibad für Neuenrade hat. Anders kann man sich so eine Aussage nicht erklären“, schimpft Schäfer. Allein es in Erwägung zu ziehen, das Freibad in Neuenrade zu schließen, sei ein Novum und werde es mit den Stimmen der FDP nicht geben. „Zumal für eine solche weitreichende Entscheidung auch ein mehrheitlicher Ratsbeschluss nötig wäre“, so Schäfer.

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