Vergleich zu anderen Städten

Fast 900 Hilfe-Empfänger in Neuenrade

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Fast 900 Menschen in Neuenrade empfangen Hilfen. 

Neuenrade - Die Zahl kann sich durchaus sehen lassen: 887 Neuenrader gab es am Ende des Jahres 2015, die sogenannte Mindestsicherungsleistungen erhalten: Das ist ein Anstieg um knapp 30 Prozent in den vergangenen neun Jahren.

Das sind weit mehr Menschen als in Altenaffeln und Blintrop zusammen wohnen. Das Landesamt Information und Technik stellte diese Daten jetzt zur Verfügung. 

Verfünffachung gegenüber 2007

Dabei bilden den größten Anteil jene Menschen, die von Hartz IV leben müssen: Immerhin 553 Personen. Dann kommen noch 237 anerkannte Asylbewerber hinzu, die aus diesem Topf Regelleistungen erhalten – (eine Verfünffachung gegenüber 2007). 

Die drittgrößte Gruppe bilden Menschen, die Grundsicherungen erhalten. In Neuenrade waren das Ende 2015 immerhin 84 Personen. Da lassen sich fast schon die Neuenrader vernachlässigen, die sogenannte „Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt“ bekommen. Das waren Ende 2015 genau 13 Menschen. 

Nicht in der Statistik enthalten sind die Menschen, die zusätzlich von der Stadt Neuenrade freiwillige Zuschüsse erhalten. Da zeigt sich die Verwaltung verschiedentlich kulant. Das wird dann aber nicht an die große Glocke gehängt. Bezahlt werden all die Leistungen aus dem Topf des Kreishaushaltes, der wiederum über die allgemeine Kreisumlage von den Städten refinanziert wird. 

Die Stadt zahlt allerdings freiwillige Leistungen und Dinge wie Laufende Leistung zum Lebensunterhalt und Krankenkosten für Asylbewerber. Auch abgelehnte Asylbewerber werden von der Stadt finanziert. Rund 360 Euro gibt es als Regelleistung für den Single, Miete und Heizung werden bezahlt, abhängig von örtlichen Durchschnittswerten. Bei den ausgezahlten Leistungen sind Beträge wie 128 Euro für Nahrungsmittel oder 1,39 Euro für Bildung enthalten.

Zuschüsse für Kinder 

Andere Regeln gelten für Mehrpersonenhaushalte und Kinder. Extras sind möglich: Schwangere erhalten zusätzliche Mittel; Erstausstattungen für Wohnungen sind möglich aber auch der Zuschuss für ein Kind das sich einen Schulausflug oder auch Fußballschuhe nicht aus familiären Mitteln leisten kann. Was den Vergleich zu anderen Städten betrifft, da steht Neuenrade vergleichsweise gut da. Knapp 7,4 Prozent gemessen an der Einwohnerzahl beträgt hier der Anteil aller Hilfeempfänger. 

In Altena sind es gut 11,4 Prozent, die Werdohler verfügen über einen Anteil von knapp zwölf Prozent. Plettenberg hat mit 2033 Hilfe-Empfängern eine Quote von 7,8 und steht ähnlich gut da wie Neuenrade. Bleibt der Blick auf Kreisebene, hier liegt die Quote bei 10,5 Prozent. Unter dem Strich beträgt die Zahl der Hilfeempfänger aufgerundet 44.000 Personen. Zum Vergleich: Hemer hat 34.000 Einwohner.

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