Kulinarischer Familienwandertag

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Neuenrade - Detailliertes Kartenmaterial mit der Wanderroute lag am Sonntagvormittag am Startpunkt an der Wilhelmshöhe aus. Nötig war das beim Kulinarischen Familienwandertag des SGV und des Wirtevereins eigentlich nicht. Denn einmal in die grobe Richtung geschickt, hätten die Wanderer ihrer Nase folgen können: Der Duft der Köstlichkeiten schien sie regelrecht anzulocken.

„Die ersten marschierten schon lange vor dem eigentlichen Start los“, erklärte der Abteilungsvorsitzende Gerold Bunse und stellte zufrieden fest, dass sich der Platz um die Bärenhütte an der Wilhelmshöhe gegen 11 Uhr zusehends füllte. Dabei war es keine Verpflichtung, die Tour vom ausgewiesenen Startpunkt in Angriff zu nehmen.

Spaß am Wandern, Freude an der Geselligkeit und an gutem Essem – das waren die Faktoren, die nicht nur Neuenrader auf den Rundkurs lockten. Aus der ganzen Region reisten Wander- und Naturfreunde an, mal in professioneller Montur mit Stock, Wanderstiefeln und Rucksack. Andere gingen die Sache leger an. Aber eines hatte offenbar alle gemeinsam: Sie schienen den Tag mit all seinen Annehmlichkeiten zu genießen.

Fünf Verpflegungsstationen hatten die veranstaltende, heimische SGV-Abteilung und der Wirteverein auf der knapp elf Kilometer langen Route rund um den Ortskern verteilt. Und überall wartete das Personal ab 11 Uhr auf die ersten Besucher. Ab Mittag herrschte dann teilweise reger Trubel an den kulinarischen Wegepunkten. Am Gut Berentrop kamen die vielen fleißigen Helfer der Neuenrader Altstadtgemeinschaft kaum nach, ihre Burger, Folienkartoffeln und Pilze an den hungrigen Mann und die Frau zu bringen. Verpflegung im Akkord.

Kulinarischer Familienwandertag in Neuenrade

Pure Wanderidylle herrschte derweil am Weinberg. Den herrlichen Blick über die Rebstöcke hinweg, dazu ein Gläschen Wein und eine kleine Stärkung ließen so manchen Teilnehmer länger verweilen als ursprünglich geplant. „Wir haben Zeit und genießen“, hieß es aus Kreisen einer Altenaer SGV-Gruppe, der das französisch anmutende Flair und die gelassene Atmosphäre sichtlich gefiel. Mit dem Wetter hatten die Veranstalter richtig Glück. Nicht zu kalt, nicht zu warm und ganz wichig: trocken.

Die Rahmenbedingungen hätten nicht besser sein können und so kamen die Hunderte von Wandersleuten voll auf ihre Kosten. Für den Nachwuchs gab es wieder besondere Aufmerksamkeiten. Angefangen von den energieliefernden Müsli-Riegeln und Früchten, über die SGV-Wandertasche bis hin zum Luftballonwettbewerb. Parallel dazu lauschten die Erwachsenen beispielsweise der Live-Musik im Kulturschuppen oder ließen es sich in geselliger Runde einfach nur gut gehen. 

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