Familien ziehen aufs Land, Stadt ist weniger gefragt

4000 Neuenrader packen in den kommenden zehn Jahren ihre Kisten und ziehen um.

NEUENRADE ▪ Die Studie „Wohnwünsche NRW“ der LBS West für Nordrhein-Westfalen besagt, dass statistisch gesehen 4 000 Neuenrader in den nächsten zehn Jahren umziehen wollen.

Landesweit plane jeder dritte Bürger einen Wohnungswechsel. „Um von dieser Entwicklung auch bei uns in Neuenrade zu profitieren, müssen wir in den gefragten Wohnlagen für eine entsprechende Infrastruktur sorgen“, sagt LBS-Gebietsleiter Marcus Raulf. Laut Studie ziehe es die NRW-Bürger am häufigsten in die Nähe des Zentrums, gefolgt von ruhigen Stadtteilen. An dritter Stelle der NRW-Beliebtheits-Skala folgt das ländliche Wohnen. Letzteres zeigt sich derzeit auch in Neuenrade. Jüngste Einwohnerstatistiken belegen, dass Wohngebiete in den umliegenden Dörfern nach wie vor beliebt sind. Insbesondere Küntrop konnte einen Zuwachs verzeichnen, während die Einwohnerzahlen in Neuenrade leicht sanken. Die häufigsten Umzugsgründe für Singles und Paare seien die berufliche Veränderung oder auch die zu kleine Wohnung. „Familien mit Kindern wollen am liebsten in die eigenen vier Wände ziehen, um mehr Platz und ein sicheres Umfeld zu haben“, so Raulf. Im dritten Lebensabschnitt seien schließlich die Gesundheit oder auch die geänderten Ansprüche an die Umgebung Hauptmotivation für einen Tapetenwechsel. Die neue Wohnung müsse vor allem Sicherheit, gute Nachbarschaft und Ruhe bieten. „Erst danach folgen gute Einkaufsmöglichkeiten, erreichbare Ärzte sowie eine gute PKW- und Nahverkehrs-Anbindung“, erläutert Marcus Raulf. Die Studie zeige, dass die Wohnwünsche der Menschen künftig deutlich differenzierter zu sehen seien. „Die Pauschalaussage, alle Menschen wollten in die Stadt, stimmt ebenso wenig wie das Bild vom entvölkerten Land“, so der Gebietsleiter. ▪ eB/lm

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