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Dorfcafé: Zeitpunkt der Fertigstellung ungewiss

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Von: Peter von der Beck

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Bauamtsmitarbeiter und Architekt Patrick Jost präsentiert die von Roland Kuhlmann konzipierten Umbaupläne für das Dorfcafé.
Bauamtsmitarbeiter und Architekt Patrick Jost präsentiert die von Roland Kuhlmann konzipierten Umbaupläne für das Dorfcafé. © von der Beck

Hier macht sich der Fachkräftemangel im Handwerk wieder bemerkbar: Der Umbau der Nebenräume an der Küntroper Schützenhalle in einen Versammlungsraum für das Dorf hat begonnen - doch wann der neue Treffpunkt fertig sein wird, das ist noch ungewiss.

Neuenrade – So sind die ehemaligen Räume einschließlich Küche natürlich entkernt, zwei Wände wurden herausgestemmt. Dort soll dann eine große Theke aufgebaut werden, die von der Küche aus zugänglich ist. Die Küche bleibt im Grundriss bestehen, allerdings wird sie neu gefliest und natürlich wird sie auch komplett neu eingerichtet.

Mehr Licht durch Fenster bis zum Boden und Zugang zu einer Terrasse.
Mehr Licht durch Fenster bis zum Boden und Zugang zu einer Terrasse. © von der Beck, Peter

Der Gastraum, wo früher der eine oder andere Arbeitskreis oder Verein sich zum Kaffeetrinken oder auch zum Feiern traf, war ein ziemlich dunkles Lokal. Das wird sich nach dem Umbau ändern. Wie Patrick Jost, Architekt beim städtischen Bauamt, erläuterte, werden die drei vorhandenen Fenster bis auf Bodenhöhe verlängert, zudem wird eine entsprechende Tür in die Wand eingelassen.

Und: „Zum Dorfcafé wird künftig eine Terrasse oder Freisitz gehören“ –  die Möglichkeiten für Gruppen und Besucher erweitert. Die Terrasse ist schon angelegt und bietet mindestens einem Dutzend Menschen Platz. Weitere bauliche Maßnahmen gibt es an der Schützenhalle auf der Seite, die der Motte zugewandt ist. Dort wurde eine Tür in die Wand gestemmt, dahinter verbirgt sich dann eine Toilettenanlage, die zum Beispiel von Besuchern der Motte genutzt werden kann.

Die Anlage wird zur Zeit neu installiert, hier wird auch eine behindertengerechte Toilette zu finden sein. Klare Sache, dass der Zugang von außen barrierefrei ist. Auch der Lagerraum des Tambourcorps hat zudem Baumaßnahmen erfahren. Dort müsse eine Notausgang installiert werden. „Der barrierefrei Zugang zur Schützenhalle ist ein großes Thema,“ wie Jost erläuterte. Im Außengelände wurde eine Rampe gebaut, die für Gehwagen, Rollstühle und dergleichen gut zu nutzen ist.

Nicht nur das gesamte Dorf mit seinen Vereinen, Arbeitskreisen und Gruppierungen wird von dem neuen Treff profitieren – auch für die Besucher der beliebte Turmhügelburg Motte wird das Dorfcafé nicht nur mit den sanitären Anlagen hilfreich sein. Es kommt durchaus vor, dass größere Gruppen die Motte besichtigen. Denen könne dann ebenfalls Zugang zu Dorfcafé gewährt werden, erläuterte Jost. Klar, dass für die Baumaßnahme viel Geld in die Hand genommen werden muss: „Insgesamt kostet die Baumaßnahme rund 220000 Euro.“ Sie wird vom Land zu 65 Prozent gefördert.

Die Küche ist entkernt. Sie wird nun neu gefliest und auch neu eingerichtet.
Die Küche ist entkernt. Sie wird nun neu gefliest und auch neu eingerichtet. © von der Beck, Peter

Dass sich der Umbau des Schützenheimtraktes so in die Länge ziehe, sei der Situation mit den Handwerkern geschuldet, außerdem habe die Erteilung der Baugenehmigung sehr lange gedauert, sagte Bauamtsmitarbeiter Jost. Die Handwerker hätten sehr gut zu tun. Verschärfend komme der Fachkräftemangel bei den Handwerksfirmen zum Tragen: „Gute Leute sind kaum zu bekommen.“ Und jene die zu kriegen seien, fehle es eben an Fachkompetenz, zitiert Jost Handwerker.

Dass nun ein Dorfcafé kommt, ist der Analyse im Rahmen des Ikek zu verdanken und der Initiative des damaligen Ortsvorstehers Ludger Stracke, der dort eine echte Begegnungsstätte für die Ortsgemeinschaft sah. Die Bürger hatten zuvor Dorf-Gaststätten verloren, die für Zusammenkünfte genutzt wurden. Und so soll das Dorfcafé kulturell-gesellschaftlicher Mittelpunkt in Küntrop werden. Bleibt auf eine Aussage von Patrick Bexten zu verweisen. Der Geschäftsführer der St. Sebastian-Schützen hatte bereits 2021 im Gespräch gesagt: „Alle Vereine und Gruppen sollen dort ihr Zuhause finden.“

Wann das Dorfcafé fertigstellt wird, das lässt sich angesichts der Rahmenbedingungen nicht genau sagen.

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