Perthes-Werk will mehrere Millionen investieren

Das Evangelische Altenzentrum an der Graf Engelbert Straße. -   Foto: von der Beck

NEUENRADE - Es wird ein gewaltiges Projekt. „Mehrere Millionen“, genaue Zahlen werden nicht genannt, wollen die Verantwortlichen des Perthes-Werkes in das Evangelische Altenzentrum Neuenrade investieren. Das EAZ soll dabei so umgebaut werden, dass dort ausschließlich Einzelzimmer entstehen, zurzeit gibt es noch etliche Doppelzimmer.

Von Peter von der Beck

Die Zahl der 47 Plätze soll dabei erhalten bleiben. Das teilte der Geschäftsbereichsleiter der Perthes-Altenhilfe Süd, Ralf Lohscheller auf Anfrage mit. Die Angelegenheit soll möglichst zeitnah beginnen. „Wir sind startklar“, sagte der Geschäftsbereichsleiter.

Der Umbau / Ausbau soll dabei im laufenden Betrieb vollzogen werden. Darin habe man Erfahrung. Lohscheller versprach, dass das natürlich auch in enger Abstimmung mit der Heimaufsicht, den Bewohnern und deren Angehörigen geschehen werde.

Hintergrund der Investition ist die nötige „Qualifizierung der Einrichtung“, auch gesetzliche Vorgaben spielen eine Rolle. Demnach müssen nach Auskunft durch Lohscheller derartige Einrichtungen künftig zu 80 Prozent Einzelzimmer aufweisen. Ein Kriterium, das bis 2018 zu erfüllen sei. Das Perthes-Werk wird diese Anforderungen sozusagen übererfüllen und will im EAZ nun zu 100 Prozent Einzelzimmer haben. Natürlich werde im Zuge der Maßnahmen auch insgesamt modernisiert.

Wie Lohscheller berichtete, seien die Planungen nun weitestgehend abgeschlossen und müssen nun die zuständigen Gremien passieren. Entsprechende Unterlagen liegen beim Kreis. Der Geschäftsbereichsleiter ist da optimistisch. „Es hat sehr gute Gespräche gegeben“, versicherte er. Ein Hinweis: Für die Umbauarbeiten will Lohscheller möglichst Betriebe aus der Region einsetzen. Das betonte er auf Nachfrage.

Wie von der Homepage des Evangelische Altenzentrum zu erfahren ist, wurde es 1976 von der evangelischen Kirchengemeinde Neuenrade gebaut, gehört heute zum Träger, dem Evangelischen Perthes-Werk in Münster. In der Neuenrader Einrichtung wohnen demnach „74 Bewohnerinnen und Bewohner in 52 Einzel- und elf Doppelzimmern“. Alle Zimmer verfügen neben einer Nasszelle mit WC und teilweise mit Dusche, über einen Balkon, sowie als Grundausstattung ein Pflegebett, Nachttisch und Kleiderschrank. Ein Telefonanschluss sowie ein TV-Anschluss sind in jedem Zimmer vorhanden“. Da Wohnkultur für die Betreiber der Einrichtung auch ein Stück Lebensqualität darstelle, sei eine individuelle Gestaltung der Zimmer mit eigenen Möbeln und Dekorationen möglich und gewünscht.

Zusätzlich verfüge die Einrichtung über einen großen Speisesaal, der für die vielfältigsten Angebote genutzt wird. Die gesamte Einrichtung sei barrierefrei, alten - und behindertengerecht ausgestattet. Von den 74 vollstationären Pflegeplätzen könnten fünf als eingestreute Kurzzeitpflegeplätze genutzt werden. Zudem werden 14 Altenwohnungen mit einer Wohnfläche von 48 bis 61 Quadratmetern vermietet.

Seitens des Fördervereins freut man sich über die geplante Investition, das sagte Vorsitzende Lieselotte Ernst auf Nachfrage. Sie fände es auch gut, wenn im Rahmen der anstehenden Maßnahmen eine Art Sinnesgarten entstehen würde. Das würde der Förderverein auch finanziell unterstützen.

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