Zusammenlegung

Kleiner Geldsegen für die Evangelische Kirchengemeinde

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Die Evangelische Kirchengemeinde, hier das Gemeindehaus, ist gut aufgestellt.

Neuenrade - Die Kreiskirchenämter Iserlohn/Lüdenscheid und Soest/Arnsberg werden zum 1. Januar zusammengelegt. Die Evangelische Kirchengemeinde Neuenrade macht dadurch einen kleinen Gewinn.

Die Nachrichten für die Evangelischen Kirchengemeinden sind eigentlich gut: Mehr Geld solle es geben, zudem gibt es organisatorische Veränderungen. Die Verwaltung der Gemeinden, die Kreiskirchenämter Iserlohn/Lüdenscheid und Soest Arnsberg werden zum 1. Januar zusammengelegt.

Kreiskirchenamt Sauerland-Hellweg heißt das Konstrukt. Der Geschäftsführer der neuen Einheit wird Bernd Göbert heißen.

Für die Evangelische Gemeinde Neuenrade bedeuten die Mehreinnahmen beim Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg aufgrund höherer Steuereinnahmen am langen Ende ein Plus von gut 9000 Euro.

Auch die Diakonie und ein Baufonds profitieren

Diese Summe, so hat es Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg schon mal überschlägig berechnet, werde Pi mal Daumen auf das Gemeindekonto überwiesen. Der Pfarrer ist erfreut: „Wir haben so viele Kosten gehabt und investiert...“

Insgesamt sind es rund 313.000 Euro, die aus dem erhöhten Kirchensteueraufkommen als Nachzahlung in den Kirchenkreis fließen, ist aus einer Pressemitteilung zu entnehmen. Nicht alles fließt in die Töpfe der Gemeinden, auch die Diakonie und ein Synodaler Baufonds profitieren.

Großes Defizit beim Haus Nordhelle

Schlecht steht es um Haus Nordhelle, die Investitionen haben nichts genutzt, eine Steigerung der Belegungszahlen blieb aus, jährlich gebe es dort ein Defizit von 500.000 Euro, das die beiden Kirchenkreise nicht ausgleichen könnten, wird Superintendent Klaus Majoress in der Mitteilung zitiert.

Ein neuer Träger soll das Haus übernehmen, es laufen Gespräche mit Interessenten. Ein Familienunternehmen aus der Hotelbranche zeige Interesse. Aufenthalte von Gruppen in dem Hause würden aber weiter unterstützt hieß es bei der Kreissynode.

Strukturell muss gespart werden

Dieter Kuhlo-Schöneberg sagte dazu, dass dabei strukturell Geld gespart werde und zumindest zwei Gehälter der Geschäftsführer von Iserlohn/Lüdenscheid wegfallen würden. Der Pfarrer sagte aber auch, dass es mittelfristig schwieriger werde mit den Finanzen.

Das liege am demographischen Wandel. Bis 2030 werde es weniger Kirchenmitglieder geben und 50 Prozent weniger Einnahmen, gleichzeitig stiegen die Pensionslasten, so seien die Prognosen für die drei Kirchenkreise, erläuterte Pfarrer Kuhlo-Schöneberg. Er glaube, dass das auch ein Trend für die gesamte Landeskirche sei.

Nachwuchsprobleme bei den Pfarrern

Superintendent Klaus Majoress betonte, dass diese Prognose aus 2005 stamme. Zudem sagte er, dass sich die Neuenrader Gemeinde mit der Reduzierung auf eine Pfarrstelle schon darauf eingestellt habe.

Für die Zukunft der Kirchenkreise sei nun entscheidend, wie die Pfarrversorgung aufrecht erhalten werden könne. Es gebe ein Nachwuchsproblem. Vermutlich werde man in zwei Jahren ein entsprechendes Konzept aufstellen müssen.

Von Peter von der Beck

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